03.01.2021, 17:29 Uhr

Weihnachtsaktion Schüler sammeln 1.000 Euro und Geschenke für „Drugstop“

Organisatorin Selina Reiter, Agnes Vögele und Evelyn Strobel von „Drugstop“, Schülersprecherin Kathrin Herlinger und Schulleitung Ergotherapie Barbara Andrijevic.  Foto: Kathrin LechlOrganisatorin Selina Reiter, Agnes Vögele und Evelyn Strobel von „Drugstop“, Schülersprecherin Kathrin Herlinger und Schulleitung Ergotherapie Barbara Andrijevic. Foto: Kathrin Lechl

Weihnachten – keine leichte Zeit für die Klientinnen und Klienten des Kontaktladens „Akut“ in der Landshuter Straße in Regensburg. Doch am Freitag, 18. Dezember, gab es Grund zur Freude: Die Döpfer-Schulen Regensburg überreichten dem Verein „Drugstop“, der hinter dem Kontaktladen steht, eine Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Regensburg. „Unsere Schule sammelt jedes Jahr für einen wohltätigen Zweck“, erklärt Barbara Andrijevic, Schulleitung Ergotherapie an den Döpfer-Schulen. Dieses Jahr entschied man sich für eine zweckgebundene Spende an „Drugstop“ Regensburg. Die Spende in Höhe von 1.000 Euro wurde für einen jungen Mann gesammelt, der den Entzug geschafft und eine Ausbildung in Aussicht hat. Für die Kaution seiner Wohnung braucht er Geld, das er selbst nicht zur Verfügung hat. Hierbei bekommt er nun Unterstützung von den Döpfer-Schulen und „Drugstop“.

Doch das ist nicht alles, was die Vertreterinnen der Döpfer-Schulen am Freitag mitgebracht haben: Unter anderem haben die Schülerinnen und Schüler Pakete mit Desinfektionsmittel oder Alltagsgegenständen gepackt. Um Papier zu sparen, wurden die Geschenke, die in den nächsten Tagen an die Bedürftigen verteilt werden, in Handschuhe oder Pullis „verpackt“.

Die Fachliche Geschäftsleitung von „Drugstop“, Evelyn Strobel, bedankte sich herzlich bei den Schülerinnen und Schülern. Diese seien sehr offen für alles gewesen und haben sich gerne beteiligt, erzählte Selina Reiter, Organisatorin der Weihnachtsspendenaktion der Döpfer-Schulen.

Der Kontaktladen „Akut“ ist eine Anlaufstelle und Überlebenshilfe für Menschen, die Drogen nehmen oder genommen haben, erklärte Agnes Vögele, Bereichsleitung des Kontaktladens „Akut“. Viele von ihnen sind obdachlos und bekommen im Kontaktladen ein warmes Mittagessen (in Corona-Zeiten belegte Brote), Kaffee, Tee, eine Dusche oder die Möglichkeit, eine Waschmaschine oder Internet zu nutzen. Kurzum: „Eine Szene, in der man sicher ist und mal durchatmen kann“, so Vögele. Trotz Corona war und ist der Kontaktladen geöffnet, samstags findet momentan eine Zaunvergabe statt. Die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein buntes Team aus Sozialpädagogen, Handwerkern oder ehemaligen Drogenkonsumenten, verteilen dann zum Beispiel frische Spritzen.

Die Beratung und Unterstützung durch den Verein „Drugstop“ ist kostenlos und anonym. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.drugstop.de.


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