10.12.2020, 14:11 Uhr

„Digital heißt nicht verloren“ Studierende der OTH Regensburg nutzen „Pandemiesemester“ – Prüfungsauswertungen positiv

Studierende der OTH Regensburg meistern das digitale Pandemiesemester.  Foto: OTH Regensburg/Michael RübelStudierende der OTH Regensburg meistern das digitale Pandemiesemester. Foto: OTH Regensburg/Michael Rübel

„Von einem verlorenen Semester kann keine Rede sein.“ Dieses Fazit zieht Prof. Dr. Ralph Schneider, Vizepräsident für Studium und Lehre an der OTH Regensburg, angesichts der nun vorliegenden Auswertung der Prüfungsergebnisse des Sommersemesters 2020.

Regensburg. „Wir konnten das letzte Semester nutzen, um die Lehre in einigen Aspekten weiterzuentwickeln. Diese Ansätze entwickeln wir im aktuellen Semester weiter und freuen uns aber auch darauf, wenn wieder Lehre vor Ort stattfinden kann“, sagt Prof. Schneider. Die Lehrveranstaltungen an der OTH Regensburg mussten im vergangenen Sommersemester pandemie-bedingt weitestgehend digital abgehalten werden; auch das laufende Wintersemester findet überwiegend virtuell statt.

Dem Prüfungserfolg der Studierenden tut dies offensichtlich keinen Abbruch: 92,4 Prozent aller im vergangenen Sommersemester angetretenen Prüfungen in den Bachelorstudiengängen wurden bestanden. Insgesamt haben 6828 Bachelorstudierende der OTH Regensburg Prüfungsleistungen erbracht; im Durchschnitt hat jeder und jede von ihnen an 4,7 Prüfungen teilgenommen. „Für die Bachelorstudiengänge kann man zusammenfassend sagen: Die Studierenden haben gleichviele Credits gesammelt, es sind aber tendenziell weniger von ihnen durchgefallen und sie hatten bessere Noten“, so Prof. Schneider mit Blick auf die Vorjahreswerte. Dies gelte auch für die Erstsemester, die virtuell in ihr Studium starten mussten.

Bei den Masterstudiengängen hingegen ließen sich keine nennenswerten Unterschiede zu den vorangegangenen Sommersemestern feststellen. Die Prüfungen im Sommersemester wurden teils als Präsenzprüfungen – unter Einhaltung der geltenden Hygieneschutzmaßnahmen – abgehalten, teils als sogenannte „Take-home-exams“, bei denen die Aufgabenstellung online erfolgt. Allein vom Prüfungserfolg auf ein insgesamt erfolgreiches Semester zu schließen, sei jedoch zu kurz gegriffen: „Uns ist bewusst, dass es Studierende gibt, die seit Beginn der Pandemie und im Zuge der Online-Lehre Schwierigkeiten haben. Auch diesen versuchen wir Lehrende sowie die Mitarbeitenden unserer Beratungsstellen zu helfen, damit sie nicht nur die Prüfungen erfolgreich bestehen, sondern auch zusätzliche psychosoziale Belastungen minimiert werden“, führt Prof. Schneider aus.

Auch von Seiten der Studierenden wird das vergangene Sommersemester keineswegs als verloren angesehen: Es sei nicht so einschneidend gewesen, wie zu Beginn befürchtet, äußerten sich Mitglieder des Sprecher*innenrates beziehungsweise der Studierendenvertretung. Wie engagiert Studierende und Lehrende auch unter erschwerten Bedingungen zusammengearbeitet haben, verdeutlichte Viktor Weingardt, Mitglied der Studierendenvertretung der OTH Regensburg, in seiner Rede beim Dies academicus. Als Beispiel nannte er den Preis für „herausragende Lehre im Coronasemester“, den die Studierendenvertretung zusammen mit dem Verein der Freunde der OTH Regensburg e.V. dieses Jahr zum ersten Mal vergeben habe und für den 161 Nominierungen für 75 Dozierende eingegangen waren.


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