17.11.2020, 14:47 Uhr

Ein neuer Blickwinkel Studentische Hilfe bei den Johannitern

Die OTH Regensburg und die Johanniter arbeiten bei der BIPA Innovation Challenge zusammen.  Foto: PendaDie OTH Regensburg und die Johanniter arbeiten bei der BIPA Innovation Challenge zusammen. Foto: Penda

Die OTH Regensburg und die Gurion University in Israel haben gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe eine Studenten-Challenge gestartet. Dabei geht es vorab um innovative Ideen zur Verbesserung der Lebenssituation von zukünftigen Senioren.

Regensburg. Den Hintergrund dazu liefert der Bavaria Israel Partnership Accelerator, oder kurz: BIPA. Dieses Programm ist für bayerische und israelische Studenten und wird von Hochschulen und Universitäten der genannten Länder in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen unterstützt.

Johanniter-Ordensmitglied und OTH-Dozent Herr Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen leitete die Kooperation in die Wege und kümmerte sich um den ersten Kontakt zwischen den Studenten und den Johannitern per Video-Meeting. In diesem besprachen drei israelische und zwei deutsche Studenten zusammen mit Johanniter Regionalvorstand Martin Steinkirchner ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche. Begleitet wurde das Meeting von Prof. Dr. Saßmannshausen und OTH Projektmanager Wolfgang Voigt. Die Unterhaltung wurde aufgrund von Sprachbarrieren auf Englisch geführt und es dauerte nicht lange, bis eine Zusammenarbeit bei der Challenge beschlossen wurde.

Die Aufgabe der Studierenden ist es, sich mit der Organisation der Johanniter vertraut zu machen, einen kreativen Input zu leisten, sowie Ideen und Vorschläge aus ihrem Blickwinkel zu liefern. Die Interessensgruppe ist die der heutigen 50- bis 60-Jährigen und die große Frage ist: Was für Technologien werden sie in 20 Jahren haben und wie werden sie diese nutzen?

Dabei müssen natürlich die heutigen Probleme der Senioren beachtet werden, wie z.B. Einsamkeit - aktuell ein größeres Thema aufgrund Covid-19, die sich schnell entwickelnde Technik und die steigende Anzahl an Rentnern.

Im Gegenzug gewähren die Johanniter den Studenten vollen Zugriff auf ihre Geräte und Dienstleistungen sowie Zugang zu allen Einrichtungen.

Die OTH Studenten Florian und Antonia – beide im Studiengang International Relations and Management - besuchten bereits die Hausnotrufzentrale, den Menüservice, den Fahrdienst und den Pflegedienst und konnten dabei viele Informationen und Fachwissen aufnehmen. Die Mitarbeiter der einzelnen Sachgebiete nahmen sich Zeit um sich mit den Studenten hinzusetzen, erklärten ihnen ihre Verantwortungsbereiche und stellten ihre Zentralen, Dienstleistungen und Produkte vor.

OTH Student Florian Preiß berichtete: "Wir freuen uns sehr bei dem diesjährigen Bayrisch-Israelischen Partnerschaftsprogramm mit der Johanniter-Unfall-Hilfe kooperieren zu dürfen. Wir sind die drei israelischen Studierende: Shakked Levy, Ron Ohana und Shay Bloch von der Ben Gurion University of the Negev in Be'er Scheva sowie Antonia Krull und ich. Im Rahmen unseres Programmes beschäftigen wir uns mit der zukünftigen Wohnsituation für Senioren. Hier wollen wir mit innovativen Technologien das Leben der Senioren in den eigenen vier Wänden komfortabler und unabhängiger gestalten. Von israelischer Seite haben wir zwei sehr erfahrene Ingenieurstudenten mit fundierten technischen Kenntnissen und darüber hinaus drei wirtschaftlich orientierte Studenten für eine realistische Umsetzung und Vermarktung unserer Geschäftsidee.“

Johanniter-Regionalvorstand Martin Steinkirchner erklärte, dass er die Kooperation mit der OTH Regensburg sehr schätze und für Verbesserungsvorschläge aus einem modernen und jungen Blickwickel stets ein offenes Ohr habe.


0 Kommentare