19.10.2020, 10:12 Uhr

Jubiläumsrunde 15 Jahre „CyberMentor“ an der Uni Regensburg

 Foto: CyberMentor Foto: CyberMentor

„CyberMentor“ mit Sitz an der Universität Regensburg ist deutschlandweit das größte Online-Mentoring-Programm für MINT-interessierte Schülerinnen der 5. bis 13. Klasse. MINT? Das sind die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Regensburg. Die „CyberMentor“-Programm-Teilnehmerinnen werden ein Jahr lang von einer persönlichen Mentorin, einer MINT-Frau aus Wirtschaft oder Wissenschaft, auf einer Online-Plattform begleitet, die als Rollenvorbild zu MINT-Aktivitäten anregt und Hinweise zur Studien- und Berufswahl gibt. Aktuell startet die nächste Runde MINT-Förderung. Zugleich feiert das Programm seinen 15. Geburtstag.

In den letzten 15 Jahren hat das Online-Programm „CyberMentor“, das kontinuierlich durch verschiedene Unternehmen sowie Bundes- und Landesministerien gefördert wird, über 7.000 Mädchen in MINT erfolgreich unterstützt. Das Programm beweist Nachhaltigkeit: 71 Prozent aller befragten ehemaligen Teilnehmerinnen wählen nach Verlassen des Programms ein MINT-Fach als Studienfach oder Ausbildungsrichtung. Während der einjährigen Mentoring-Runde erhalten die Teilnehmerinnen eine persönliche Mentorin, die ihre MINT-Interessen teilt. Die Mentorinnen fungieren dabei als positive Rollenvorbilder, die den Mädchen realitätsnah vermitteln, dass MINT-Berufe ein breites Interessenspektrum ansprechen und nichts mit manchmal vorherrschenden negativen Stereotypen zu tun haben. Durch gemeinsame MINT-Projekte, etwa Analyse echter Messwerte oder Bearbeitung von Programmieraufgaben, tauchen die Mädchen in die reale Arbeitswelt ihrer Mentorin ein. Zum Rundenstart am 14. Oktober konnten erfolgreich 505 Mentoring-Paare neu vermittelt werden.

Gemeinsam mit ihren Mentorinnen und anderen Mentees gingen die Programm-Teilnehmerinnen in den vergangenen Monaten vielen spannenden Fragen auf den Grund: Was haben Glühwürmchen und Knicklicht er gemeinsam? Was ist Krebs und wie entsteht er eigentlich? Wieso zerbricht Glas beim Herunterfallen, aber Metall nicht? Auch das Thema Corona ging an den naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen nicht „spurlos“ vorüber. So waren Themen wie Impfungen und Immunbiologie ebenfalls hoch im Kurs. Während des Lockdowns wurden Bohnen um die Wette gezüchtet und das Leben in den Gärten und auf den Balkonen der Mentees katalogisiert und beobachtet. Anknüpfend an die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit im September 2020 laufen in der Community noch bis November 2020 die Themenmonate Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen setzen sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Thema auseinander, etwa dem Herstellen eigener Kosmetik, der Untersuchung intelligenter Verkehrsleitsysteme oder auch mit ökologischen Häusern.

Die Federführung von „CyberMentor“ liegt bei Professorin Dr. Heidrun Stöger vom Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Regensburg und Professor Dr. Dr. Albert Ziegler von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit Programmstart 2005 konnten insgesamt 7.670 Mentoring-Paare aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland durch „CyberMentor“ zusammengebracht werden. Die Deutsche Telekom Stiftung, die Vector Stiftung, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau von Baden-Württemberg sowie die Unternehmen Daimler AG, SAP SE, Capgemini Deutschland GmbH und die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH finanzieren das Programm. „CyberMentor Plus“ wird durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert.


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