09.09.2020, 13:22 Uhr

„Sicher zur Schule“ Innenminister und Landesverkehrswacht-Präsident rufen Autofahrer zu besonderer Vorsicht auf

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In den vergangenen Jahren gab es jedes Jahr auf Bayerns Straßen schwere und sogar tödliche Schulwegunfälle. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat deshalb eindringlich alle Autofahrer aufgerufen, auf Schulkinder im Straßenverkehr besonders acht zu geben.

Bayern. „Zur Sicherheit unserer Schulkinder müssen sich alle an die Verkehrsregeln halten“, forderte der Innenminister. „Das heißt insbesondere nicht zu schnell zu fahren, immer bremsbereit zu sein und die Kinder bei der Mitfahrt anzuschnallen.“ Das sieht auch Dr. Florian Herrmann so, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Präsident der Landesverkehrswacht Bayern: „Der Schulweg unserer Kinder muss sicher sein. 115.000 ABC-Schützen sind gestern in einen neuen Lebensabschnitt gestartet. Auf dem Schulweg brauchen die kleinen Verkehrsteilnehmer unsere besondere Aufmerksamkeit. Die Aktion ,Sicher zur Schule – sicher nach Hause‘ der Landesverkehrswacht Bayern setzt sich seit fast 50 Jahren bayernweit für Verkehrssicherheit und Unfallverhütung ein. Auch bei Wind und Wetter sichern über 31.500 ehrenamtliche Schulweghelfer und Schülerlotsen den Schulweg ab. Ein ganz herzliches Vergelt‘s Gott dafür.“

Innenminister Herrmann verwies darauf, dass Schulanfänger im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, da sie häufig nicht das Gefahrenbewusstsein und die notwendige Erfahrung im Straßenverkehr besitzen und leicht übersehen werden können. „Rücksichtslose Autofahrer, die an Schulen rasen, müssen mit empfindlichen Bußgeldern oder gar Fahrverboten rechnen“, kündigte der Innenminister an. Er habe die Bayerische Polizei beauftragt, seit Schuljahresbeginn die Schulwege verstärkt zu bestreifen sowie intensive Geschwindigkeitskontrollen und Kontrollen zur Gurt- und Kindersicherungspflicht durchzuführen. Zudem wird die Polizei einen besonderen Blick auf die Sicherheit von Schul- und Linienbussen werfen.

Laut Innenminister Herrmann gab es 2019 eine leicht positive Entwicklung bei den Schulwegunfällen in Bayern. Deren Zahl sank vergangenes Jahr um rund acht Prozent auf 649. Ein Schulkind kam letztes Jahr auf dem Schulweg ums Leben (2018: 4). 768 Schulkinder wurden 2019 durch Schulwegunfälle verletzt (minus 5,7 Prozent).

Nähere Informationen zur Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – sicher nach Hause“ sind im Internet unter www.sicherzurschule.de abrufbar.


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