29.05.2020, 13:36 Uhr

Pandemie Schule und Corona – Landtagsabgeordneter macht sich en Bild bei den Herder-Schulen

 Foto: Digitalisierung und der neue Alltag standen im Mittelpunkt von Gesprächen, zu denen Bildungspolitiker Tobias Gotthardt an die Pielenhofener Herder-Schule gekommen war. Foto: Digitalisierung und der neue Alltag standen im Mittelpunkt von Gesprächen, zu denen Bildungspolitiker Tobias Gotthardt an die Pielenhofener Herder-Schule gekommen war.

Die Kinder auf dem Pausenhof stehen im vorgeschriebenen Abstand, kreative Alltagsmasken leuchten auf den Gesichtern, die Stimmung ist gut: An den Privaten Herder-Schulen hat – dank des großzügige Raumkonzepts– bereits für alle Klassen wieder der Präsenzunterricht begonnen.

Pielenhofen. Wie das „neue Leben“ an der Schule funktioniert, darüber hat sich nun Landtagsabgeordneter und Bildungspolitiker Tobias Gotthardt bei Schulleiterin Dr. Regine Köhler und ihrem Mann Dr. Rafael Köhler informiert. Auch der Dialog mit den Schülern stand auf dem Programm – die, so Gotthardt, kommen mit der neuen Situation gut zurecht „und freuen sich einfach darüber, wieder Klassengemeinschaft und realen Unterricht zu erleben“.

Zunächst aber informierte sich der Abgeordnete über die konkrete Umsetzung der vom Kultusministerium vorgegebenen Hygienekonzepte. Die Kommunikation mit den Behörden, so Dr. Köhler, funktioniere inzwischen gut: „Diese Krise hat uns alle überrollt und unglaublich gefordert – aber es ist beeindruckend, wie die gesamte Schulfamilie die Herausforderungen gemeinsam meistert“. Ihr Respekt richtet sich dabei auch an Kultusminister Prof. Michael Piazolo. Der habe „im Ganzen wohl überlegt und besonnen reagiert“.

Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Hauspersonal habe man auch an der Herder-Schule schnell einen gangbaren Weg in Corona-Zeiten gefunden. „Wir sind im alten Kloster mit ausreichend Raum gesegnet“, sagt Dr. Köhler – das komme der Schule nun zugute. „Einbahnregelungen in den Treppenhäusern, Raum zwischen den Tischen der geteilten Klassen, getrennte Pausenhöfe – all das ist hier kein Problem“. So dürfen die Schülerinnen und Schüler an der Herder-Schule – nachdem die Klassen wieder im Präsenzunterricht vor Ort beschult werden – durchgehend den Unterricht besuchen und müssen nicht mit geteilten Klassen, neuen Stundenplänen und weiteren Einschränkungen im Präsenzunterricht zurechtkommen, wie andernorts.

Bemühungen, die das Lob des Abgeordneten ernten: „Ich halte die Umsetzung des corona-konformen Unterrichtskonzeptes hier in Pielenhofen für vorbildhaft – man hat sich erfolgreich Gedanken gemacht und umgesetzt.“ Wichtig sei es nun, das begonnene Schuljahr gemeinsam gut zu vollenden und ein „verlorenes Jahr“ unter allen Umständen zu vermeiden. Dies fordere die Lehrerschaft in besonderem Maße – „ich habe großen Respekt vor der jetzt erbrachten Leistung“. Auch die Eltern hätten im Home Schooling „Unvorstellbares geschultert, um Perspektiven zu erhalten“.

Im Klassenzimmer dann hatte Gotthardt einen Schwerpunkt: Die Digitalisierung. Durch den Unterricht per Videokonferenz und digitalen Lernplattformen für alle Klassenstufen gab es für die Schülerinnen und Schüler an den Herder-Schulen auch während der Schließung viel zu tun und regelmäßigen Kontakt mit den Lehrkräften. Gotthardt betonte, ihm gehe es darum, „unbedingt aus den Erfahrungen der Corona-Krise zu lernen und einen Schub für die digitale Schule zu kreieren“. Kultusminister Prof. Dr. Piazolo habe bereits in der Krise zehn Millionen Euro zusätzlich in die Hand genommen, um etwa die Server-Kapazitäten bei MEBIS zu verzehnfachen. Im Nachgang gehe es nun darum, den Service weiter auszubauen: „Unser Ziel ist das digitale Klassenzimmer.“


0 Kommentare