23.03.2020, 15:10 Uhr

Geschlossene Schulen Lehrer nehmen den Bildungsauftrag sehr ernst – Bereitstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien

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Die derzeit sich rasant entwickelnde Zahl der Corona-Erkrankungen hat bereits unser gesellschaftliches Leben in einer Weise verändert, wie sie für uns alle noch vor Wochen unvorstellbar war. Am deutlichsten zeigt sich dies vielleicht daran, dass mittlerweile deutschlandweit die Schulen geschlossen und in allen Bundesländern mehr oder weniger weitreichende Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden.

München. Dennoch:Der Bildungsauftrag der Schulen ist nicht außer Kraft gesetzt! Und diesen Bildungsauftrag nehmen gerade die Kolleginnen und Kollegen an den beruflichen Schulen sehr ernst, wie die vielen guten Beispiele aus dem ganzen Land zeigen, meldet der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB). Zur Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe nutzen sie alle nur erdenklichen Kommunikationskanäle und bauen so – vielfach gewissermaßen aus dem Nichts heraus – eine Infrastruktur im Sinne eines Systems des „Distance Learnings“ auf. Dabei kommt den beruflichen Schulen die inzwischen vielerorts gute Netzanbindung und Ausstattung mit digitalen Endgeräten zugute, sodass die Kommunikation sowie die Bereitstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien über Digitalplattformen, wie zum Beispiel mebis, über Cloud-Lösungen, aber auch über den E-Mail-Austausch und im Ausnahmefall – dort, wo nicht anders möglich – über den traditionellen Postversand erfolgen kann.

„In dieser speziellen Situation sind“, so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein, „die Betriebe aufgefordert, den Auszubildenden während der regulären Arbeitszeit Lernzeiten einzuräumen, damit es ihnen möglich ist, Materialien, Aufgaben etc. zu bearbeiten, die ihnen von den Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden, um so den Ausbildungserfolg unter diesen schwierigen Kontextbedingungen sicherzustellen.“ Dies gilt in besonderer Weise für die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen der Berufsschulen des dualen Systems, aber entsprechend auch der beruflichen Vollzeitschulen.

Die Situation wird derzeit noch dadurch erschwert, dass die Schülerinnen und Schüler in den Prüfungsklassen mit der Unsicherheit über die Terminierung der Prüfungen leben müssen. Mit der Bekanntmachung ständig veränderter Prüfungstermine ist den Prüflingen sicherlich nicht geholfen. Vielmehr ist dem Bayerischen Kultusminister Prof. Piazolo zuzustimmen, wenn er versichert, „alle sollen faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen“. „Gerade in der Krise müssen die Menschen auf das professionelle staatliche Handeln vertrauen und sich darauf verlassen können“, so der VLB-Landesvorsitzende.

Die Berufsbildner sind sich auch in dieser Krise ihrer für Gesellschaft und Wirtschaft wichtigen Funktion bewusst und werden sich weiterhin als verlässlicher Partner mit Motivation und Tatkraft einbringen.


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