04.02.2020, 13:25 Uhr

Flüchtlinge auf Samos Realschule Pindl unterstützt mit 280 Kilo Hilfsgütern

Die Schüler der Realschule Pindl, der stellvertretende Schulleiter Jakob Müller und Elternbeirätin Svenja Uihlein zeigten sich begeistert von der Spendenbereitschaft. (Foto: Realschule Pindl)Die Schüler der Realschule Pindl, der stellvertretende Schulleiter Jakob Müller und Elternbeirätin Svenja Uihlein zeigten sich begeistert von der Spendenbereitschaft. (Foto: Realschule Pindl)

Der Elternbeirat der Pindl-Realschule Regensburg rief kurzfristig Eltern, Schüler und Lehrer auf, die Sammelaktion des Regensburger „Space-Eye“-Aktivisten Michael Buschheuer zu unterstützen. In nur wenigen Tagen spendeten diese kistenweise Winterkleidung und Hygieneartikel für den geplanten Hilfskonvoi.

REGENSBURG Bis auf zwei Grad Celsius kühlt die Nachtluft auf Samos zurzeit ab. Bei diesen winterlichen Temperaturen hausen mehr als 40.000 Flüchtlinge – darunter viele Kinder – in unbeheizten Zelten auf den griechischen Inseln Samos, Lebos und Kos. Die Flüchtlingslager sind hoffnungsvoll überfüllt, die Zustände katastrophal. Der Elternbeirat der Privaten Realschule Pindl zögerte daher nicht, als er den Spendenaufruf von „Space-Eye“-Gründer Michael Buschheuer vernahm. Buschheuer bat die Regensburger um Sachspenden für die Geflüchteten: Vor allem warme Kleidung, Decken, Zelte, Schlafsäcke und Hygieneartikel werden dringend benötigt. Innerhalb von nur sieben Schultagen gelang es dem Elternbeirat, circa 280 Kilo Hilfsgüter zusammenzutragen.

„Schulleiterin Andrea Klein sagte uns umgehend ihre Unterstützung zu“, erklärte Elternbeiratsvorsitzender Uwe Hering. „Die Realschule organisierte eine Annahmestelle für die Spenden und stellte Lagerräume zur Verfügung. Wir kümmerten uns um die Kommunikation mit den Eltern sowie um den Transport der Spenden zum Regensburger Hafen.“ Auch die Schüler halfen selbstverständlich bei der Aktion mit: Starke Jungs der zehnten Klassen schleppten die vollgepackten Kisten sowie unzählige Taschen und verstauten sie zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Jakob Müller in den Autos des Elternbeirats. Schulleiterin Andrea Klein begrüßte das Engagement: „Die Flüchtlinge und Vertriebenen brauchen unsere Unterstützung. Ich freue mich sehr, dass unser Elternbeirat an unserer Schule diese Sammelaktion durchgeführt hat und wir dadurch ein bisschen den Flüchtlingen helfen konnten.“

Die warme Kleidung, Windeln und Schlafsäcke werden nun in den nächsten Tagen zusammen mit weiteren Spenden durch den Verein „Space-Eye“ verpackt und schnellstmöglich per Lastwagen nach Griechenland gebracht. „Die Solidarität unserer Eltern, Schüler und Lehrer war beeindruckend“, bedankte sich der Elternbeiratsvorsitzende bei den Tatkräftigen. „Projekte wie dieses zeigen den Schülern, dass auch sie schon im Kleinen etwas Gutes bewirken können.“


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