16.01.2020, 13:21 Uhr

Im Vielberth-Gebäude Universität Regensburg lädt ein zur Podiumsdiskussion zum Thema Antisemitismus

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Universität Regensburg ist der festen Überzeugung, dass einer Universität in der momentanen politischen und gesellschaftlichen Situation eine besondere öffentliche Verantwortung und Rolle zukommt. Daher lädt die Universität Regensburg alle Interessierten am Mittwoch, 22. Januar, um 16 Uhr, in den Hörsaal H24 im Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Antisemitismus ein.

REGENSBURG Nicht zuletzt Anschläge wie der vom 9. Oktober 2019 auf die Synagoge in Halle machen immer wieder auf das Schrecklichste deutlich, wie virulent und auch gewalttätig Antisemitismus bis heute beziehungsweise gerade heute wieder ist. Verbale und physische Angriffe auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Einrichtungen – allein für das erste Halbjahr 2019 verzeichnet die Statistik des Bundeskriminalamts mehr als 400 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund – sind ebenso besorgniserregend wie das Leugnen und Relativieren der Verbrechen des Nationalsozialismus und die Ergebnisse von Umfragen und Studien, nach denen jeder vierte Deutsche schon einmal antisemitische Gedanken hegte. Die Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden sich über vielschichtige Formen und Auswirkungen des Antisemitismus, die Notwendigkeit einer gelebten Erinnerungskultur sowie die Zukunft einer weltoffenen Gesellschaft austauschen.

Teilnehmer auf dem Podium sind: eine Nahostexpertin, Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe), Prof. Dr. Ursula Regener (Universitätsfrauenbeauftragte, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft) und Prof. Dr. Henning Ernst Müller (Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug). Moderator ist Prof. Dr. Stephan Bierling (Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen).


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