02.09.2019, 13:35 Uhr

Überraschende Aussage Singen künftig Mädchen bei den Domspatzen mit?

(Foto: Michael Vogl)(Foto: Michael Vogl)

Der neue Chef der Regensburger Domspatzen kann sich vorstellen, den ältesten Knabenchor der Welt langfristig auch für Mädchen zu öffnen

REGENSBURG „Das mag irgendwann kommen. (…) Aber natürlich muss ich mich jetzt erst um den Knabenchor kümmern. Das ist ganz klar“, sagte der neue Regensburger Domkapellmeister Christian Heiß dem Bayerischen Rundfunk am Montag (2.9.), seinem ersten Arbeitstag. Er ergänzte: „Ich habe viel mit Mädchen gearbeitet, ich weiß was Mädchen können. Die können nicht weniger als die Knaben, die sind genauso musikalisch.“ Der 52-Jährige absolvierte selbst das Domspatzengymnasium und war bisher Domkapellmeister in Eichstätt und setzte sich im Auswahlverfahren gegen rund 40 Damen und Herren durch. Er tritt in Regensburg die Nachfolge von Roland Büchner an, der den Chor insgesamt 25 Jahre lang geleitet hat. Heiß erinnerte daran, dass bereits unter seinem Vorgänger die Öffnung des Chores für Mädchen diskutiert worden sei. „Das war auch schon auf der Agenda von Roland Büchner gestanden. Das ist kein ganz neues Thema“, sagte Heiß. Die Regensburger Domspatzen geben das Jahr 975 als ihr Gründungsjahr an. Damals eröffnete der Regensburger Bischof Wolfgang eine Domschule für den Priesternachwuchs. Die Knaben wurden dort auch musisch, unter anderem im Chorgesang, ausgebildet. Damit blicken die Domspatzen auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte als reiner Knabenchor zurück.


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