15.05.2019, 10:02 Uhr

Architekturwettbewerb Ausstellung: Umbau eines denkmalgeschützten Kasernengebäudes

(Foto: Studentenwerk/ Nicolas Müller)(Foto: Studentenwerk/ Nicolas Müller)

Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz zeigt im Foyer des Studentenhauses am Campus der Universität Regensburg die Ausstellung zum Architekturwettbewerb „Umbau eines denkmalgeschützten Kasernengebäudes zu einem internationalen Gästehaus“. Die Ausstellung ist bis Freitag, 24. Mai, für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist frei.

REGENSBURG Der Wettbewerb wurde als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 als Teil eines VgV-Verfahrens zur Vergabe der Objektplanung für das Gebäude und Planung der Freianlagen ausgelobt. Teilnahmeberechtigt waren acht Bewerber, die in einem vorgeschalteten Verfahren ausgewählt wurden. Sieben Bieter haben im Anschluss Pläne eingereicht. Die Wettbewerbsaufgabe lautete: „Umbau des denkmalgeschützten Kasernengebäudes zu einem internationalen Gästehaus an der Fort-Skelly-Straße in Regensburg“. Zu planen sind 20 Wohneinheiten für Gastwissenschaftler der Universität und der OTH Regensburg und 25 Wohnplätze für internationale Studierende, Freianlagen sowie PKW- und Fahrradstellplätze. Der Umbau soll teilweise mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, basierend auf den Richtlinien zur Förderung von Wohnraum für Studierende.

Hintergrund der Bauaufgabe

Das Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne ging 2011 in das Eigentum der Stadt Regensburg über und ermöglicht die Entwicklung eines neuen urbanen Quartierszentrums mit urbaner Nutzungsmischung und Grünanlagen in der Stadt. Im Herbst 2018 erwarb das Studentenwerk das ehemalige Stabsgebäude mit Grundstück durch einen Erbbaurechtsvertrag von der Universität Regensburg. Zuvor hatte die Stadt das Stabsgebäude der Universität verkauft mit der Auflage, das Stabsgebäude in ein internationales Gästehaus umzubauen und zukünftig als solches zu nutzen.

Das ehemalige Stabsgebäude ist zusammen mit den übrigen Bauten der einstigen Nibelungenkaserne in der Bayerischen Denkmalliste als Einzeldenkmal eingetragen. Die Kernanlage wurde 1939 bis 1941 nach einem Entwurf der Luftwaffenbauverwaltung als Flakkaserne errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde diese modernste Regensburger Kaserne vom 11. US Kavallerieregiment bis 1964 genutzt. Ab Januar 1965 übernahm die deutsche Wehrbereichsverwaltung die Kaserne und ab September 1965 zogen wieder Flugabwehrtruppen ein. Der Standort wurde aufgelöst und 2010 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben.

Aufgabe war es, einerseits den internationalen weltoffenen Geist von Universität Regensburg und OTH Regensburg im internationalen Gästehaus erlebbar werden zu lassen und andererseits die Belange des Denkmalschutzes zu bedenken.

Das Preisgericht urteilt über die Preisträger des Architekturwettbewerbs. Das Preisgericht leitete der Vorsitzende und Fachpreisrichter Peter Riepl, Architekt aus Linz. Ausgelobt wurde eine Wettbewerbssumme von 32.000 Euro (zzgl. MwSt). Den ersten Preis mit 16.000 Euro erhielten: Neumann & Heinsdorff Architekten, München mit mk.landschaft, München. Den zweiten Preis mit 9.500 Euro erhielten Brückner & Brückner Architekten GmbH, Tirschenreuth mit arc.grün | landschaftsarchitekten.stadtplaner.gmbh, Kitzingen. Den dritten Preis mit 6.500 Euro erhielten:

bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH, München mit Stautner + Schäf Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB, München.

Die Jury würdigte den ersten Preisträger als einen „sehr bemerkenswerten Beitrag zum Thema der Neuinterpretation des historischen Kasernengebäudes. Insbesondere können die Gemeinschaftsbereiche auf sehr positive Weise die angestrebte Kommunikation zwischen den Bewohnern stimulieren und fördern“.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten kann täglich bis Freitag, 24. Mai, zwischen 7 Uhr und 20 Uhr im Foyer des Studentenhauses, Albertus-Magnus-Straße 4, 93053 Regensburg besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.


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