11.04.2019, 09:12 Uhr

49. Delegiertenversammlung der LEV FOS „Mit vollem Einsatz für Schülerinnen und Schüler.“

(Foto: LEV)(Foto: LEV)

Zwei Schüler, eine Lehrerin und der Bayerische Kultusminister – schon die Zusammensetzung unseres Podiums illustriert die neue Ausrichtung der LEV FOS. Noch stärker als bisher stellt die FOSBOS die Wünsche und Ideen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Zur Publikumsdiskussion stellten sich neben dem Minister auch Susanne Hack (FOSBOS Erding) für die Lehrer sowie die Landesschülersprecher Christian Kalis und Stefan Lindauer auf dem Podium zur Verfügung.

REGENSBURG Sie eröffneten die von LEV FOS Vorstand Roman Roell vom Bayerischen Rundfunk dynamisch und offen moderierte Diskussion. Sowohl die Fragestellungen als auch die Antworten zeugten von fachlichem Verständnis und dem Willen dort für gemeinsame Lösungswege zu suchen, wo dies notwendig erscheint. Intensiv wurde das Thema Digitalisierung an den Schulen und die verschiedenen Möglichkeiten der Umsetzung diskutiert. Staatsminister Piazolo, der sich viel Zeit nahm und alle Fragen ausführlich beantwortete, freute sich über Engagement, sowie klare Vorstellungen und konstruktive Vorschläge für die weitere Entwicklung des Erfolgsmodells FOS. Nach dem mittleren Bildungsabschluss bietet die FOS gleichwertig zum Gymnasium den Erwerb des Abiturs in sieben verschiedenen Ausbildungsrichtungen. Besonderer Fokus wird bei unserer

Schulart auf die Fachpraktische Ausbildung gelegt, die junge Menschen für das Berufsleben besonders qualifiziert.

Bei wunderschönem Frühlingswetter waren rund 200 Teilnehmer der Tagesveranstaltung an die Berufliche Oberschule Regensburg gekommen. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche Ehrengäste aus dem Kultusministerium, der Politik sowie aus verschiedenen Eltern- und Lehrerverbänden. In ihrem leidenschaftlichen Plädoyer wies die Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Fuchshuber der FOS Regensburg auf die Bedeutung der LEV FOS als Dachverband der Elternverbände an den Bayerischen Fachoberschulen hin. Sie sieht die LEV FOS als wichtiges Bindeglied zwischen den Elternbeiräten und als das Netzwerk, über das die Eltern ihren Einfluss auf die Entwicklung der FOS zum Wohl der Schulfamilie erfolgreich geltend machen können. Aus ihrer Erfahrung heraus appellierte sie an die anwesenden Eltern, sich auch künftig über die LEV

FOS für die Fachoberschule einzusetzen.

„Erfolgreich, was bedeutet das für uns eigentlich und sehen Sie sich selbst als erfolgreich?“ Diese Frage stellte die Vorsitzende der LEV FOS Angelika Himmelstoß bezugnehmend auf das Motto. Neben der Definition von Erfolg im beruflichen Kontext und im allgemeinen Blickwinkel erläuterte sie, dass aus richtig getroffenen Entscheidungen, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und einer Portion Leidenschaft ein fruchtbarer Boden für langfristigen Erfolg entstehen kann. An die Vertreter aus dem Kultusministerium und dem Landtag ging die Forderung, die Veränderungen an der Fachoberschule mit der Einführung des LehrplanPLUS und der neuen Fachober- und Berufsoberschulordnung mit der Schaffung von zusätzlichen Lehrerstellen zu unterstützen. Bei der kurzen Verweildauer der jungen Menschen an der Schule und dem geballten Stoffpensum sei es wichtig, dass kein Unterricht ausfällt.

Die Landrätin Tanja Schweiger des Landkreises Regensburg lobte die hervorragende Schullandschaft der Stadt Regensburg, die auch dem Landkreises Regensburg zu Gute

kommt. Sie sagte die weitere Unterstützung des Landkreises für diese gemeinsame Bildungslandschaft zu, von der nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Stadt profitieren,

sondern die auch für die Jugendlichen aus dem Landkreis ein hervorragendes Angebot darstellt. Ihr Dank geht an den Sachaufwandsträger Regensburg, der mit diesem lichtdurchfluteten Neubau beste Rahmenbedingungen für ein gutes Lernumfeld an der FOSBOS Regensburg geschaffen hat.

Die Schulleiterin Angela Hendschke-Lug zeigte sich hocherfreut, an ihrem neuen, offen und großzügig gestalteten Schulhaus die Delegiertenveranstaltung der LEV FOS ausrichten zu können. Nicht zuletzt habe das Engagement der Eltern dazu beigetragen, dass am jetzigen Standort in der Nähe der OTH dieser moderne Gebäudekomplex für die Berufliche Oberschule errichtet werden konnte. So konnte mit anderen umliegenden Bildungseinrichtungen wie der OTH oder der Gründerinitiative TechBase eine gute Vernetzung zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Die BO Regensburg mit ihren vier Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft, Soziales und Gestaltung habe sich zum Ziel gesetzt, eine MINT-Schule zu werden. Die Anerkennung der Schule mit ihren circa 130 Lehrkräften spiegelt sich auch in der auf circa 1.500 Schüler gestiegenen Schülerzahl wider. Dem Sachaufwandsträger Stadt Regensburg und der Unterstützung des Landkreises Regensburg gebühre Dank und Anerkennung dafür, dass dieses angenehme Lernumfeld geschaffen wurde.

Als Festredner sprach Staatsminister Prof. Dr. Piazolo seinen Dank an die LEV FOS für die verlässliche und gute Zusammenarbeit im Rahmen des Erfolgsmodells FOSBOS aus. Dieses Erfolgsmodell zeichne sich durch sieben Merkmale aus. Dazu gehören für ihn: Die Verdoppelung der Schülerzahlen auf jetzt 55.000 in den letzten 20 Jahren; die Marke FOSBOS als Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft; die Modernität der angebotenen Ausbildungsrichtungen; die Qualität, die heute zu einem Anteil von 43 Prozent bei den Hochschulabschlüssen führt; die Vielfalt der Abschlüsse und schließlich der Beitrag zur hohen Durchlässigkeit im bayerischen Schulsystem.

Zur Publikumsdiskussion stellten sich neben dem Minister auch Susanne Hack (FOSBOS Erding) für die Lehrer sowie die Landesschülersprecher Christian Kalis und Stefan Lindauer auf dem Podium zur Verfügung. Sie eröffneten die von LEV FOS Vorstand Roman Roell dynamisch und offen moderierte Diskussion. Sowohl die Fragestellungen als auch die Antworten zeugten von fachlichem Verständnis und dem Willen, dort für gemeinsame Lösungswege zu suchen, wo dies notwendig erscheint. Intensiv wurde das Thema Digitalisierung an den Schulen und die verschiedenen Möglichkeiten der Umsetzung diskutiert.

Auf dem verbandsinternen Teil der Delegiertenversammlung am Nachmittag wurde Karin Baumeister-Rehm aus dem Elternbeirat der FOS Neu-Ulm neu in den Vorstand der LEV FOS gewählt. Weiterhin stand eine Reihe von Anträgen der Delegierten zur Diskussion, die sich mit Ausbau und Weiterentwicklung der Fachoberschule (Beruflichen Oberschule) befassten und an das Kultusministerium weitergegeben werden. Diese spiegeln wichtige Anregungen der Eltern wider, vor allem die Forderung nach zusätzlichen Lehrerstellen zur angemessenen Unterrichtsversorgung um Unterrichtsausfall aufzufangen, sowie die Installierung einer internen Reserve. Unterstützung bei der Systembetreuung an den Schulen und die Ausweitung des Einsatzes von Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen sind weitere wichtige Forderungen.


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