09.04.2019, 09:41 Uhr

Inklusion im Unterricht meistern Lehrstuhl für Grundschulpädagogik der Uni bietet neues Zusatzstudium an

Prof. Dr. Astrid Rank. (Foto: Chemie BW/ Eppler)Prof. Dr. Astrid Rank. (Foto: Chemie BW/ Eppler)

Auf inklusiven Unterricht fachlich besser vorbereitet zu sein, das ist der Wunsch vieler Lehramtsstudierender. Der Lehrstuhl für Pädagogik (Grundschulpädagogik) der Universität Regensburg ermöglicht dies nun ab diesem Sommersemester im Rahmen eines Zusatzstudiums:

REGENSBURG Über drei Semester hinweg können Studierende aller Lehrämter grundlegende Kompetenzen für inklusiven Unterricht erwerben. Das Zusatzstudium Inklusion – Basiskompetenzen (ZIB) zeichnet sich durch besonders umfangreiche Praxisanteile in inklusiven Settings sowie unterstützende Theoriebezüge aus. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Im Rahmen der drei Semester setzt das ZIB auf wöchentliche Praxiserfahrungen in inklusiv arbeitenden Schulen beziehungsweise sonderpädagogischen Einrichtungen. Diese Praxiserfahrungen werden durch universitäre Seminare vorbereitet und kontinuierlich theoriefundiert nachbereitet. So zielt das ZIB darauf ab, die fachlichen Kompetenzen für inklusiven Unterricht bei den Studierenden gleichermaßen unterrichtsnah und theoriegeleitet anzubahnen.

Bereits seit 2015 gab es im Rahmen der von Bund und Ländern initiierten Qualitätsoffensive Lehrerbildung die „kleine Schwester“ des neuen Zusatzstudiums in Form eines lehrstuhlinternen Zertifikats. Nun wird das erfolgreiche Zertifikat als Zusatzstudium etabliert. Dass beide Angebote dasselbe Akronym haben, ist dabei nicht die einzige Gemeinsamkeit: Das Zusatzstudium soll die Stärken des Zertifikats beibehalten, allem voran die intensiven Praxisphasen sowie deren universitäre Begleitung. Eine wesentliche Neuerung des Zusatzstudiums besteht darin, dass es Studierenden aller Lehrämter offensteht. So setzt sich die neue Gruppe, die im Sommersemester ihr Zusatzstudium aufnehmen wird, aus Studierenden des Grund-, Mittel- und Realschullehramts zusammen.

Damit scheint das Zusatzstudium einem gemeinsamen Bedürfnis von Lehramtsstudierenden zu entsprechen. Denn als Motiv für die Aufnahme des Zusatzstudiums nennen die Studierenden der aktuellen ZIB-Gruppe übereinstimmend das Ziel, über ihr reguläres Studium hinaus fachliche Kompetenzen für inklusives Unterrichten in ihrer späteren Berufspraxis zu erwerben. Mit seinem systematisch theorie- sowie praxisgestützten Konzept ist das ZIB ist darauf ausgelegt, Studierende aller Lehrämter in diesem gemeinsamen Ziel zu unterstützen.


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