28.11.2018, 10:29 Uhr

Gemeinsam Wachstum meistern 175 Jahre – IHK-Gremium Regensburg lud zum Jubiläumsempfang

(Foto: Bayreuther)(Foto: Bayreuther)

Anlässlich des 175-jährigen Bestehens der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim begrüßte das IHK-Gremium Regensburg am Mittwoch, 21. November, Vertreter der regionalen Wirtschaft, Politik und Verwaltung bei einem Jubiläumsempfang in der IHK.

REGENSBURG „In den letzten Jahrzehnten hat sich die Region Regensburg zu einem der Top-Standorte in Deutschland entwickelt – Sie alle haben maßgeblich dazu beigetragen“, würdigte IHK-Präsident Michael Matt in seiner Festrede die Tatkraft der Unternehmerinnen und Unternehmer. Der Wirtschaftsraum glänze mit seiner hohen Industriedichte, vielen innovativen Dienstleistungsbetrieben und einer dynamischen Gründerszene.

„Die wirtschaftlichen Daten der Region Regensburg geben Anlass zu bester Stimmung“, bestätigte Gremiumsvorsitzender und IHK-Vizepräsident Peter Esser, der 2018 sein 20-jähriges Jubiläum als ehrenamtliches Mitglied bei der IHK feiert, davon zehn Jahre als Präsident. Mutige Unternehmer mit Weitsicht hätten die Region dorthin gebracht, wo sie heute sei. Als Beispiel nannte Esser die Unternehmerfamilie Pustet – die einzige noch tätige Firma aus der Reihe der zwölf Gründungsmitglieder der IHK von 1843. Die Geschwister Ursula und Fritz Pustet führen den Verlag heute in sechster Generation. Seit vielen Jahren belege der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Regensburg hervorragende Platzierungen in deutschlandweiten und internationalen Rankings.

Dass Stadt und Landkreis so gut da stehen, sei das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit. In der Vergangenheit habe es immer wieder wichtige Initiativen gegeben: Die Gründung der Universität und der Hochschule, die Ansiedlung bedeutender Arbeitgeber, die Errichtung von Kliniken oder entscheidende Infrastrukturmaßnahmen. Das Wachstum bringe aber nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich. „Angesichts der sich abzeichnenden Umbrüche beispielweise im Bereich Digitalisierung oder Verkehr wird die Region ihre wirtschaftliche Attraktivität nur dann erhalten können, wenn es Stadt und Landkreis gelingt, sich mit einer gemeinsamen Wachstumsstrategie weiter zu entwickeln“, sagte Esser vor den rund 120 Gästen.

Impulse lieferte die anschließende Talkrunde unter dem Motto „Wirtschaft – Stadt – Land – Fluss“, die von Christian Omonsky moderiert wurde. Tanja Schweiger, Landrätin des Landkreises Regensburg, Dieter Daminger, Wirtschafts-,Wissenschafts- und Finanzreferent der Stadt Regensburg, Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Alfred Rauscher, Geschäftsführer der R-KOM GmbH & Co. KG und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes diskutierten über die Zukunft der Wirtschaftsregion Regensburg und wie der weiteren Stadt-Umland-Entwicklung Rechnung getragen werden kann.

Die enge Verflechtung von Stadt und Landkreis sei ein wesentlicher Faktor der Regensburger Erfolgsgeschichte, waren sich die Teilnehmer einig. Das Bewusstsein für den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum müsse aber in der Praxis noch viel mehr gestärkt werden. Helmes betonte: „Es muss uns gelingen, die Region als einen Wirtschaftsraum zu verstehen. Unser Denken muss dabei über Mobilitätsfragen hinausgehen. Wichtig ist es, die Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft noch besser zu verzahnen und Innovationen voranzubringen.“ Maier-Scheubeck bestätigte, dass „die Barrieren im Kopf abgebaut werden müssen“. Kommunale Grenzen sollten durch konkretes Handeln und effektive Netzwerke überwunden werden. Schweiger betonte, dass der Weg in vielen Bereichen bereits erfolgreich gemeinsam gegangen werde, beispielsweise wenn es um die Bildungsregion oder den seit 35 Jahren bestehenden RVV geht.

Um drängende Themen wie Fachkräftegewinnung, Digitalisierung oder moderne Mobilität künftig zu stemmen, wünschen sich die Wirtschaftsakteure von Politik und Verwaltung, Entscheidungen beispielweise bei übergreifenden Infrastrukturmaßnahmen dynamischer zu treffen. „Wenn wir uns effektiv vernetzen und den Blick für gemeinsame Lösungen nicht verlieren, werden wir künftiges Wachstum meistern“, zeigt sich Helmes sicher.


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