26.11.2018, 14:00 Uhr

6.000 Euro für den Abschluss Barmherzige Brüder verleihen Förderpreis 2018 an sieben herausragende Absolventinnen

(Foto: OTH Regensburg/Tanja Rexhepaj)(Foto: OTH Regensburg/Tanja Rexhepaj)

Der Orden der Barmherzigen Brüder hat am Freitag, 23. November, zum 14. Mal Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten von Sozial- und Gesundheitswissenschaftlern der OTH Regensburg vergeben. Insgesamt 6000 Euro gingen an vier Bachelor- und drei Masterabsolventinnen.

REGENSBURG Die beiden ersten Plätze, dotiert mit je 1500 Euro, gingen an die Sozialpädagoginnen Gerda Krakofsky und Nadine Dennerlohr. Über den zweiten Platz und damit ein Preisgeld von je 1000 Euro freuten sich Katharina Pfaff und Lena Jung, beide ebenfalls Sozialpädagoginnen. Den dritten Platz und damit 500 Euro sicherten sich Isabell Kreuzer und Clara Pfindel mit einer Gemeinschaftsarbeit im Bachelorstudiengang Pflege sowie Masterabsolventin Katja Rußwurm. Die Preise überreichten Vizepräsidentin der OTH Regensburg, Professorin Dr. Klaudia Winkler, und Pater Thomas Väth von Seiten des Ordens der Barmherzigen Brüder.

Es sei nicht nur die jährliche Verleihung der Förderpreise, die die Partnerschaft zwischen den Barmherzigen Brüdern und der OTH Regensburg auf eine gute und kontinuierliche Basis stelle, betonte Winkler in ihrer Ansprache. Der Orden beteilige sich darüber hinaus am Deutschlandstipendium und habe gar eine Professur für das Fach Pflegewissenschaft gestiftet. Diesem Engagement galt der ausdrückliche Dank der Vizepräsidentin. Pater Thomas Väth ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung empirischer Studien ein. „Sie sind wichtig, weil dort die Betroffenen in Interviews selbst zu Wort kommen“, sagte Pater Thomas Väth. Alle sechs Arbeiten passten ausgesprochen gut zu den Themen des Ordens, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, „stets zuallererst den Menschen zu sehen“. Professor Dr. Wolfram Backert, Dekan der Fakultät Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, lobte die ausgezeichneten Arbeiten als Beispiel dafür, dass sich Wissenschaftlichkeit und Praxistauglichkeit gegenseitig bedingen.

Die beiden Erstplatzierten hatten denn auch ausgesprochen praxisnahe Themen: In Gerda Krakofskys Bachelorarbeit geht es um eine qualitative Untersuchung des Alltags von Familien in Deutschland, bei denen eine osteuropäische Pflegekraft mit im Haushalt lebt. Dazu hat Gerda Krakofsky Interviews mit betroffenen Angehörigen geführt und daraus entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet. „Es sollte anonyme, niederschwellige Beratungsangebote für Angehörige und für die Live-Ins geben. Das Arbeitsverhältnis muss raus aus der rechtlichen Grauzone“, sagte sie.

Erstplatzierte Nadine Dennerlohr arbeitete mit Fragebögen, die sie an Seniorinnen und Senioren verschickte. Auf diese Weise gelang es ihr, Wünsche und Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf ihren eigenen Alterswohnsitz zu ermitteln. Insbesondere im ländlichen Raum seien viele Wohnungen nicht altersgerecht ausgestattet, sagte Nadine Dennerlohr. Konkrete Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Infrastruktur und der Nahversorgung sowie zu neuen Konzepten zur Einbindung Hochbetagter und Pflegebedürftiger gehören zu den Ergebnissen ihrer Arbeit. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Christian Zürner von der Fakultät Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften der OTH Regensburg; für musikalische Stimmung war die Band „HEPpy projekt“ unter Leitung von Monika Bückert zuständig.


0 Kommentare