07.11.2018, 12:22 Uhr

Tag der Stipendien OTH Regensburg informiert zum zehnten Mal über Fördermöglichkeiten

Am Tag der Stipendien können sich Studierende der OTH Regensburg alljährlich über die Stipendien verschiedener Stiftungen informieren. (Foto: Diana Feuerer/OTH Regensburg)Am Tag der Stipendien können sich Studierende der OTH Regensburg alljährlich über die Stipendien verschiedener Stiftungen informieren. (Foto: Diana Feuerer/OTH Regensburg)

Seit zehn Jahren informiert die OTH Regensburg ihre Studierenden über Fördermöglichkeiten durch Stiftungen und Studienwerke. Zum 10. Tag der Stipendien am gestrigen Dienstag, 6. November, kann die Hochschule eine positive Bilanz ziehen: Rund 200 Studierende der OTH Regensburg erhalten derzeit ein Stipendium von einer Stiftung oder einem Studienwerk.

REGENSBURG Nicht mitberücksichtigt sind bei dieser Zahl die Empfänger des Deutschlandstipendiums, des nationalen Stipendienprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die allermeisten der 200 Stipendiatinnen und Stipendiaten, nämlich 81, werden von der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert, auf Platz zwei liegt die sbb Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung/Aufstiegsstipendium mit 33 Stipendien, die Studienstiftung des deutschen Volkes landet mit 19 Geförderten auf Platz drei. Im bundesweiten Vergleich liegt die OTH Regensburg damit auf einem der vorderen Plätze: Bei der Studienstiftung beispielsweise platziert sie sich unter mehr als 100 staatlichen und kirchlichen Fachhochschulen auf dem siebten Platz, was die Anzahl der geförderten Studierenden betrifft. „Unsere Studierenden nutzen die Unterstützung durch Stiftungen reichlich, dass beweist die hohe Zahl unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten. Die Zahl verdeutlicht aber auch, wie leistungsstark und engagiert unsere Studierenden sind. Umso mehr schätzen wir als Hochschule diese so wichtige Förderung unserer Studierenden durch die Stiftungen.“, so Prof. Dr. Thomas Fuhrmann, Vizepräsident der OTH Regensburg.

Sophia Hanseder und Elias Trautner sind zwei der Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes. „Dass es dieses Stipendium gibt, wusste ich ganz grob bereits ab dem 1. Semester durch den Tag der Stipendien an der OTH Regensburg“, sagt Sophia Hanseder, die im achten Semester Soziale Arbeit studiert. Kurz vor Beginn des fünften Semesters erfuhr sie dann, dass sie von einem Professor für das Stipendium vorgeschlagen worden war. Auch Elias Trautner bekam die Meldung, dass er als Stipendien-Kandidat eingereicht worden sei, von der Hochschule: Das Prüfungsamt der TH Deggendorf, an der er seinen Bachelortitel erworben hat, hatte ihn als potentiellen Bewerber ermittelt. Inzwischen studiert Elias Trautner im Masterstudiengang „Applied Research in Engineering Sciences“ an der OTH Regensburg und profitiert seit drei Jahren von einer monatlichen finanziellen Unterstützung von 300 Euro als Studienkostenpauschale. Darüber hinaus können Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung je nach finanzieller Situation ein Lebenshaltungsstipendium bekommen. „Anfangs freute ich mich natürlich vor allem über die finanzielle Förderung. Doch sobald ich die Angebote der ideellen Förderung kennenlernen durfte, habe ich realisiert, dass diese viel mehr wiegen“, sagt Sophia Hanseder zur Unterstützung durch die Studienstiftung. Zur ideellen Förderung zählen dort die Teilnahme an Veranstaltungen wie Sommerakademien, Exkursionen oder an Wissenschaftlichen Kollegs sowie eine persönliche Ansprechperson, die rund ums Studium mit Rat und Tat zur Seite steht. Für Elias Trautner ein ganz großes Plus: „Für FH-Absolventen, die sich für eine Fortsetzung der akademischen Ausbildung nach dem Masterabschluss interessieren, ist die Studienstiftung eine große Hilfe. So konnte mir die für mich zuständige Referentin verschiedene Wege aufzeigen, wie sich die Vorarbeit zu einer Promotion mit meinem Hintergrund gestalten lässt.“

Dass man, wie bei der Studienstiftung für ein Stipendium vorgeschlagen werden muss, ist längst nicht immer so. Auch, dass die Kandidaten nur mit sehr guten Noten eine Chance hätten, sei ein weitverbreiteter Irrtum, sagt Katja Meier, Referentin Alumni & Career Service an der OTH Regensburg. Es komme immer auf das Gesamtbild an, zu dem auch gesellschaftliches Engagement, vielseitiges Interesse und die Passung des Bewerbers zur Stiftung zählten. In diesem Sinne informierte Katja Meier im Vortrag „Studienförderung mit Stipendium“ die zahlreichen Interessenten. Am diesjährigen Tag der Stipendien waren folgende Förderwerke mit Infoständen vertreten: Avicenna Studienwerk, Bayerische EliteAkademie, Cusanuswerk - Bischöfliche Studienförderung, Evangelisches Studienwerk Villigst, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Max-Weber-Programm des Freistaats Bayern, Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung (sbb), Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Studienstiftung des deutschen Volkes sowie die Vector Informatik GmbH.


0 Kommentare