16.07.2018, 14:21 Uhr

Filme lesen lernen Kultusminister Bernd Sibler eröffnet elfte SchulKinoWoche

Foto: StMUK/Andreas Gebert (Foto: StMUK/Andreas Gebert)Foto: StMUK/Andreas Gebert (Foto: StMUK/Andreas Gebert)

Unter dem Motto „Abenteuer Film – Filme lesen lernen“ fand am Montag, 16. Juli, im Scala–Kino in Fürstenfeldbruck die Auftaktveranstaltung der diesjährigen SchulKinoWoche Bayern statt, die von Kultusminister Bernd Sibler zentral eröffnet wurde.

MÜNCHEN Auf dem Stundenplan stand die Literaturverfilmung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Neben ISB-Direktorin Dr. Karin E. Oechslein und Elena Solte von „Vision Kino“ wurden als weitere Ehrengäste Jim Knopf-Produzent Christian Becker, Producerin Tina Kringer sowie der VFX (Visual Effects) Supervisor Jan Stoltz von Trixter begrüßt. Moderiert wurde die Eröffnung der elften SchulKinoWoche von Constanze Fennel vom Bayerischen Rundfunk.

„Für unsere Kinder und Jugendlichen gehören Medien wie selbstverständlich zu ihrem Alltag. Film und Fernsehen sind ebenso wie das Internet kaum noch aus dem Alltag junger Menschen wegzudenken“, erklärte Kultusminister Bernd Sibler. „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern eine umfassende Medienkompetenz vermitteln – dazu gehört auch ein reflektierter Umgang mit dem Medium Film.“ Es sei deshalb besonders wichtig, dass sie lernen, „laufende Bilder zu lesen“. Das Kino könne dabei Erlebnis- und Lernort zugleich sein. „Die Anmeldezahlen von knapp 166.000 bayerischen Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr zeigen erneut: Die SchulKinoWoche ist ein echter Erfolg und ein großer Beitrag zur Förderung der Filmkompetenz an bayerischen Schulen“, so der Minister.

Ein Auftakt mit spannenden Abenteuern – großes Kinoerlebnis

Nach dem offiziellen Startschuss durch Kultusminister Bernd Sibler sahen die Schülerinnen und Schüler aus Fürstenfeldbruck die mit großer Vorfreude erwartete Realverfilmung von Michael Endes Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Die aufwendige und mit viel Liebe zum Detail produzierte Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Mut begeisterte das junge Publikum. Im Anschluss an die Filmvorführung konnten die rund 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in drei exklusiven Workshops mit den Filmemachern auf direkte Tuchfühlung gehen und erhielten so faszinierende Einblicke in die Entstehung und filmische Umsetzung des fast 60 Jahre alten Stoffes rund um die beiden Hauptprotagonisten Jim Knopf und den Lokomotivführer Lukas.

Produzent Christian Becker und Producerin Tina Kringer erklärten in ihrem Kino-Seminar den oftmals langen Entstehungsprozess eines Films und berichteten altersgerecht über die vielfältigen Herausforderungen bei einer Filmproduktion. Ebenfalls einzigartige Einblicke in die Welt des Filmemachens

und die Arbeit mit visuellen Effekten erhielten die jungen Kinobegeisterten im direkten Austausch mit dem VFX Supervisor Jan Stoltz. Einen ganz praktischen Zugang zur Bild- und Filmgestaltung erlaubte der Workshop der Bavaria Filmstadt. Walter Hölzl, Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung und Medienpädagogik der Bavaria Film und sein Team zeigten anschaulich die Arbeit mit einem Greenscreen am Beispiel der Filmfigur Nepomuk. Die begeisterten Schülerinnen und Schüler durften selbst Hand anlegen und erfuhren so spielerisch, wo und warum ein Greenscreen im Film eingesetzt wird.

Parallel zur Filmvorführung tauschten sich die Ehrengäste in einem Podiumsgespräch zum diesjährigen Motto „Abenteuer Film – Filme lesen lernen“ aus. Die Diskussionsteilnehmer Kultusminister Bernd Sibler, Elena Solte, Ingund Schwarz von der Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film an den bayerischen Schulen und die anwesenden Filmschaffenden gingen den Fragen nach, warum Filme für Kinder und Jugendliche wichtig sind, welche Rolle der Film als Kultur- und Bildungsgut im Unterricht spielt und wie Heranwachsende Filme lesen lernen. Die Gesprächsleitung übernahm Moderatorin Constanze Fennel vom Bayerischen Rundfunk. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass Kino Lern- und Kulturort zugleich ist. Die Förderung altersgerechter Medienkompetenz wird an bayerischen Schulen großgeschrieben. Dass das Kino auch zum Klassenzimmer werden kann, beweist das filmpädagogische Projekt der SchulKinoWochen, das unterhaltsame Wissensvermittlung auf großer Leinwand bietet.

Die SchulKinoWoche Bayern – ein medienpädagogisches Gesamtkonzept

Die heutige Auftaktveranstaltung der SchulKinoWoche in Fürstenfeldbruck setzt den offiziellen Startschuss für eine Woche voller unterrichtsrelevanter und vielseitiger Filme, die vom 16. bis 20. Juli in 125 Kinos in 116 bayerischen Städten präsentiert werden. Ein breites KinoSeminar-Programm für alle Jahrgangsstufen und Schularten, Lehrerfortbildungen im Vorfeld der Schul-KinoWoche sowie didaktische Begleitmaterialien zu allen Filmen runden das medienpädagogische Gesamtkonzept ab. Besondere Höhepunkte sind die begleitenden KinoSeminaren, in dem sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit den Besonderheiten ausgewählter Filme, ihren Inhalten, ihrer Wirkung, Ästhetik und Sprache direkt im Anschluss an den Film auseinandersetzen. Diese Veranstaltungen werden vielerorts von Fachexperten oder Filmschaffenden begleitet. Die konstant hohen Anmeldezahlen verdeutlichen die nachhaltige Beliebtheit der SchulKinoWoche in Bayern.


0 Kommentare