22.06.2018, 14:54 Uhr

Wichtig für die Berufswahl FOS/BOS Regensburg informierte Partner – über 200 Betriebe betreuen insgesamt 450 Praktikanten

(Foto: FOS/BOS Regenburg)(Foto: FOS/BOS Regenburg)

Die FOS/BOS informierte über Neuerungen der fachpraktischen Ausbildung. Bei einem informativen Nachmittag stellte der Leiter der fachpraktischen Ausbildung, Studiendirektor Wolfgang Troidl, die enge Zusammenarbeit mit Betrieben und Institutionen der Region in den Vordergrund. „Als berufliche Schule sind wir auf die zuverlässigen Partner in der fachpraktischen Ausbildung angewiesen“, erklärte Troidl dazu.

REGENSBURG Die über 200 Betriebe, Krankenhäuser und Ämter kümmern sich jedes Jahr um etwa 450 Fachoberschüler. Beide Seiten profitieren davon, denn mancher Schüler hat seine Berufswahl durch die Erfahrungen im Praktikum neu überdacht oder sogar eine Ausbildung beim Praktikumsbetrieb begonnen. Dies verdeutlichten vier ehemalige Absolventen bei einer Talkrunde mit dem stellvertretenden Schulleiter Anton Lindner und Claudia Brast-Kautetzky vom Förderkreis der FOS/BOS. Vera Reitberger, Miriam Kirchberger, Stefan Romanowski und Sebastian Kautetzky erläuterten aus ihrer Sicht, wie die Entscheidung für diese Schulart ihren weiteren Lebensweg bestimmt hat. Alle vier hatten ein Studium oder eine Ausbildung begonnen und stehen nun kurz vor dem Abschluss oder schon fest im Berufsleben. Die Ehemaligen beschrieben ihren Einstieg zum Studium über die klassischen differenzierten Bildungswege. Exemplarisch wurde der Weg von der Mittelschule M10 ausgehend, der Realschule oder der Wirtschaftsschule an die FOS/BOS erläutert. Studiengänge wurden sowohl an der Universität als auch an der OTH absolviert. Die fachpraktische Ausbildung in der Klasse 11 spiegelte sich bei allen Beteiligten äußerst positiv im Lebenslauf. Manch eine Entscheidungshilfe erhielten die Ehemaligen von ihren betreuenden Lehrkräften. Die Schulleiterin, Angela Hendschke-Lug, betonte den hohen Stellenwert des Praktikums: „Die Kombination von schulischer und betrieblicher Ausbildung ist ein Alleinstellungsmerkmal der beruflichen Oberschule. Dies verschafft den Schülern der FOS/BOS einen Vorteil gegenüber dem Gymnasium, indem sie bereits früh einen Einblick in das Berufsleben erhalten.“

Anschließend gaben einzelne Schüler einen Einblick in die vielfältigen Schulprojekte, die der Förderkreis der FOS/BOS im vergangenen Jahr unterstützte. Ein Schülerprojekt außerhalb des Unterrichts stellte die Zerlegung eines Automotors in seine Einzelteile dar. Die drei hochmotivierten Schüler Raphael Lehner, Janis Mauch und Fabian Weiß aus der Ausbildungsrichtung Technik präsentierten stolz ihr Motorprojekt. Anhand einer Fotoreihe konnten die Gäste die Demontage eines alten Motors nachvollziehen. Ein notwendiger Motorkran wurde vom Förderkreis finanziert und steht der Schule weiterhin für ähnliche Projekte zur Verfügung. Im Rahmen einer Seminararbeit zum Thema „Lebensraum Schule“ hatte die Schülerin Sandra Nguyen die Implementierung eines Kickerkastens untersucht. Im Rahmen des Erasmus-Programms hat Studiendirektor Roland Plodek mit einem Schülerteam mit den Planungen zu einem solargetriebenen Kanu begonnen. Das Projekt wird mit mehreren europäischen Partnerschulen zusammen umgesetzt. Andere geförderte Aktivitäten waren der Englisch-Lesewettbewerb „Battle of the Books“ und die Teilnahme von Mitarbeitern der Schülerzeitung an einem Journalistentraining. Der Förderkreis unterstützte die Projekte mit der Finanzierung der Fahrten und der Unterbringung der Schülerinnen und Schüler.

Elisabeth Reitberger, die Vorsitzende des Fördervereins, bedankte sich bei allen Mitgliedern des Förderkreises, bei Sponsoren und Praktikumsbetrieben, die der Schule freundlich gewogen sind. „Ohne das Entgegenkommen der Mitglieder und Sponsoren ist eine Vereinstätigkeit nicht möglich“, erklärte Reitberger. Als Anerkennung lud sie im Anschluss der Veranstaltung zum sommerlichen Buffet mit erfrischenden Getränken und warb bei dieser Gelegenheit mit Erfolg um neue Mitglieder.


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