08.05.2018, 17:41 Uhr

Ergänzungsantrag Die ÖDP will die musische Förderung von Kindern an Regensburger Schulen verbessern

(Foto: skovoroda/123RF)(Foto: skovoroda/123RF)

„Kostenloser Musikunterrichts an Ganztagsgrundschulen und Ganztagsbetreuungseinrichtungen!“ – ein Pilotprojekt, das jetzt seinen festen Platz im Regensburger Bildungsprogramm bekommen soll. So jedenfalls ist es im Kulturausschuss am 24. April beschlossen worden.

REGENSBURG „Wir begrüßen den Beschluss des Kulturausschusses sehr! Da die Vorlage nun im Bildungsausschuss am 9.5.18 behandelt wird, wird die ÖDP-Fraktion ergänzend noch zwei Ideen dazu einbringen“, so Benedikt Suttner, der die ÖDP-Fraktion in beiden Ausschüssen vertritt. Beide Ideen betreffen im weiteren bzw. engeren Sinn den Cantemus-Chor. Denn die Fraktion möchte, dass der dafür maßgebliche Musikunterricht an allen Grundschulen kostenlos ist. Bisher betrifft der Stadtratsbeschluss nur Ganztagsgrundschulen und Ganztagsbetreuungseinrichtungen. „Wir sehen hier eine Ungleichbehandlung von Kindern, die eine Halbtagsgrundschule und keine Ganztagsbetreuungseinrichtung besuchen. Wenn Eltern größere Teile der nachmittäglichen Betreuung selbst übernehmen, entfällt meist auch noch ein Teil des elterlichen Gehalts. Es ist unverständlich, warum diese Familien dann für den Unterricht selbst bezahlen müssen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Astrid Lamby.

Und die Fraktion hat noch eine Idee, Familien zu entlasten und die musischen Fähigkeiten von Kindern zu unterstützen: Bei Konzerten des Cantemus-Chores sollen die Eltern der darstellenden Kinder und Jugendlichen freien Eintritt erhalten. Bisher werden bei den Auftritten des Cantemus-Chores Eintrittsgelder erhoben, die in Summe für die Familien der beteiligten Kinder relativ hoch sind. Gerade, wenn Geschwisterkinder (derzeit je 8 €), beide Eltern und Großeltern (derzeit je 14 Euro) das Konzert besuchen, werden schnell Beträge von 50 Euro und mehr erreicht. Die Eltern der beteiligten Kinder sind im Vorfeld solcher Aufführungen verantwortlich, die Kinder zuverlässig zu den Proben zu bringen, damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Bestehen des Chores. Für die beteiligten Kinder ist es zudem eben sehr wichtig, dass die Familie ihren Auftritt sieht. Da die Stücke mehrfach aufgeführt werden, besuchen Eltern häufig auch mehrere Aufführungen. Um den Familien dies zu erleichtern, sollten wenigstens die Eltern keinen Eintritt für die Konzerte und Aufführungen bezahlen müssen. Auf Nachfrage der ÖDP im Kulturausschuss erläuterte Graef-Fograscher, dass der Cantemus-Chor 80 Prozent der Kosten über die Eintritte erwirtschaften müsse. Der Prozentsatz soll so angepasst werden, dass ein freier Eintritt der Eltern möglich wird.

ÖDP-Stadtrat Joachim Graf bekräftigt: „Niederschwellige Angebote wie der zusätzliche Musikunterricht über die städtische Sing-und Musikschule an den Grundschulen und der Cantemus-Chor ermöglichen Kindern aus allen sozialen Schichten musische Bildung. Hier sollten wir unsere städtische Kulturförderung ruhig noch verstärken!“


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