07.05.2018, 11:41 Uhr

Stationärer Handel Experten diskutierten in der IHK, wie der stationäre Handel in digitalen Zeiten erfolgreich bleibt

(Foto: Segerer)(Foto: Segerer)

Der Hamburger Verkaufsexperte Jörg Winter informierte in einer gemeinsamen Infoveranstaltung der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, der Faszination Altstadt e. V. und des Handelsverbandes rund 60 Interessierte zum Thema „Aktives Verkaufen“. Winters Credo: „Auch in digitalen Zeiten ist das stationäre Geschäft die Basisleistung im Handel und die muss stimmen.“

REGENSBURG Für die richtige Basis seien drei Punkte entscheidend: Sortierung der Ware, Inspiration und gute Stimmung. Negative Endzeitstimmung zu verbreiten sei falsch und unberechtigt, denn ein Großteil des Umsatzes werde noch immer und auch künftig im stationären Handel gemacht. Wer die drei Punkte und den direkten Kontakt zu den Kunden pflegt, bleibe auch in digitalen Zeiten stationär erfolgreich, so der Konsens von Karin Siegert, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Handelsverbandes in Regensburg, und dem Geschäftsführer von Faszination Altstadt e. V. Ingo Saar.

Trotz aller guten Prognosen waren die Teilnehmer besonders an den konkreten Praxistipps von Winter, der selbst aus einem Handelsbetrieb stammt, interessiert. Im Fokus standen Ideen, um wieder mehr Frequenz in die Straßen aber auch in die Läden von Regensburg zu bringen. Viele weitere Möglichkeiten, um für die Kunden ein Einkaufserlebnis zu schaffen, wurden diskutiert: von Lichtkonzepten, die Einkaufenden schmeicheln, über ein „Kunden beraten Kunden“-Projekt bis hin zur Kaffeeecke, die Männern mit Zeitschriften und einem Getränk die Shoppingtouren ihrer Frauen angenehmer gestaltet. „Bei aller Ideenvielfalt, sollte sich der Händler auf seine Stärken konzentrieren und nur das umsetzen, was er kann und zu ihm passt“, rät Winter. Auch IHK-Handelsexperte Dr. Matthias Segerer betont: „Ein Händler, der sich in der digitalen Welt nicht zuhause fühlt, sollte auf keinen Online-Shop setzen. Dennoch braucht er eine Strategie für sein Ladengeschäft, die auch digitale Elemente zur Frequenzsteigerung, wie z.B. Social Media, mit einschließt.“


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