26.03.2018, 12:26 Uhr

Erster offizieller Außentermi Bildungsminister Bernd Sibler war beim Landeselternverband der Bayerischen Realschulen zu Gast

Links Bernd Sibler, rechts Landesvorsitzende LEV-RS Fr. Andrea Nüßlein, links daneben Herbert Püls Ministerialdirektor, Konrad Huber, Ministerialrat, Mathilde Eichhammer, VBR. (Foto: LEV-RS)Links Bernd Sibler, rechts Landesvorsitzende LEV-RS Fr. Andrea Nüßlein, links daneben Herbert Püls Ministerialdirektor, Konrad Huber, Ministerialrat, Mathilde Eichhammer, VBR. (Foto: LEV-RS)

Sein erster offizieller Außentermin führte den neu ernannten Bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler (CSU), am Wochenende nach Donaustauf zum Landeselternverband der Bayerischen Realschulen LEV-RS. Im Rahmen des Festaktes zum 60jährigen Bestehen des Verbandes betonte er, dass der Titel „Realschule“ Programm sei, nämlich nahe an der „realen Welt.“

DONAUSTAUF „Diese wichtige Säule im Bayerischen Schulsystem bietet einen Abschluss mit Anschluss für die unterschiedlichsten Talente. Das Kerngeschäft ist aber nicht nur das Vermitteln von Wissen, sondern auch die Bildung von Herz und Charakter“, so Sibler, dessen Lebenstraum es immer war, Lehrer zu werden, wörtlich. Im Nachtragshaushalt seien 162,5 Millionen Euro. Davon entfallen laut Sibler 100 Millionen auf digitale Klassenzimmer und 27,5 Millionen Euro seien für Seminarschulen geplant. Unter dem Schlagwort: „Nicht darüber reden, sondern tun!“, das will das Kultusministerium in den nächsten fünf Jahren weitere drei Milliarden investieren.

Ab wann müssen Schüler mit „Sie“ angesprochen werden? Nicht nur mit dieser Frage musste sich die Elternvertretung in ihren Kindertagen auseinandersetzen. In ihrem Rückblick ließ die erste Vorsitzende Andrea Nüßlein einen Teil der Verbandsgeschichte Revue passieren. So Manches versetze die gut 140 geladenen Gäste dabei in Staunen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass der Verband als „Landeselternschaft der Bayerischen Mittelschulen“ ins Vereinsregister eingetragen wurde. Erst 1965 wurde durch das Hamburger Abkommen daraus die LES-BR (Landeselternschaft der Bayerischen Realschulen) und später der LEV-RS. Heute stehen Themen wie Abbau der regional großen Klassen, Ausbau der integrierten Lehrerreserve und natürlich auch das Thema Digitalisierung auf der Agenda. Gründungsort war übrigens am 14. Juni 1958 in Regensburg.

LEV-RS fühlt auch beim Festakt den Politkern auf den Zahn

Selbst beim Festakt ließ es sich der LEV-RS nicht nehmen, in einer kleinen politischen Runde die aktuelle Situation zu beleuchten. Prof. Dr. Gerhard Waschler (CSU), Margit Wild (SPD), Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) und Jürgen Mistol (Bündnis 90/Die Grünen) stellten sich den zum Teil kritischen Fragen von Moderatorin Angie Eckert (Charivari). Einig und voll des Lobes für die geleistete Arbeit gratulierten die politischen Vertreter dem LEV-RS als einem starken Verband mit Mut, Courage und Einsatz, mit Standfestigkeit und Einfluss.

In die Reihe der Gratulanten reihten sich auch Jürgen Böhm (Landesvorsitzender Bayerischer Realschullehrerverband brlv), Mathilde Eichhammer (Stellv. Vors. Vereinigung Bayerischer Realschuldirektorinnen u. -direktoren VBR) und Maria Hintermayr (Stellvertretende Vorsitzende Interessensgemeinschaft Bayrischer Studienseminare an Realschulen ISBR) ein. Der große Erfolg der 6stufigen Bayerischen Realschule sei nur möglich gewesen, so Böhm, weil in den Realschulen Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen gemeinsam Lösungen gesucht und Prozesse in Gang gesetzt hätten. Als Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement würdigte Mathilde Eichhammer die bisherigen Leistungen des LEV-RS und auch Maria Hintermayr lobte den Einsatz und das Engagement, mit dem sich der Verband stets den aktuellen Herausforderungen zum Wohle der Schüler stellt.


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