16.03.2018, 10:32 Uhr

Botschafter für die Demokratie Jugendzeitung „Demokratie leben“ mit Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2018 ausgezeichnet

(Foto: StMAS/Andreas Gebert)(Foto: StMAS/Andreas Gebert)

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat die schulübergreifende Jugendzeitung „Demokratie leben“ aus Regensburg mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2018 ausgezeichnet. Die Jugendzeitung wird federführend vom Stadtjugendring Regensburg organisiert. Für den Preis gingen nach Angaben des Bayerischen Sozialministeriums mehr als 250 Bewerbungen ein.

REGENSBURG Jugendliche verschiedener Schulformen setzen sich hier mit dem Thema Demokratie auseinander und kommen so mit Politik in Berührung. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller lobte bei einem Festakt in München das Projekt: „Ehrenamtliches Engagement lebt von kreativen Ideen. Es ist lebendig und entwickelt sich ständig weiter. Mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt wollen wir dies in besonderer Weise anerkennen. Mit der schulübergreifende Jugendzeitung ‚Demokratie leben‘ erleben die Jugendlichen Demokratie und Politik hautnah. Die Zeitung von jungen Leuten für junge Leute ist ein Multiplikator und Botschafter in Sachen Demokratie. Das hat die Jury überzeugt.“

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro will Stadtjugendring-Vorsitzender und Projektorganisator Philipp Seitz in die Weiterentwicklung der Jugendzeitung investieren: „Bislang verfügen wir noch über keine qualitativ hochwertige Medienausstattung. Das soll sich nun ändern.“ Außerdem sei geplant, das Projekt auch um eine internationale Komponente zu erweitern. So sollen auch junge Leute aus den Regensburger Partnerstädten an dem Projekt mitwirken können und so neben der Demokratieerziehung gleichzeitig auch die Völkerverständigung vertieft werden. Die Jugendzeitung „Entweder – oder“ gibt es bereits seit zwei Jahren. In diesem Jahr können junge Nachwuchsredakteure vom 1. bis 6. Juli wieder hochkarätige Politiker interviewen. So standen schon Frank-Walter Steinmeier, Andrea Nahles, Jürgen Trittin, Peer Steinbrück oder Markus Söder den Nachwuchsredakteuren Rede und Antwort.

Eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger wählte die Preisträger in den Kategorien „Innovative Projekte“ und „Neue Ideen“ aus. Insgesamt sind mehr als 250 Bewerbungen eingegangen. Hintersberger lobte das Projekt aus Regensburg und nahm sich im Landtag selbst schon für die Schülerzeitungsredakteure Zeit: „Ich finde es prima, dass hier viele Schülerinnen und Schüler auch schulartübergreifend gemeinsam mit dieser Schülerzeitung ihr Interesse an Politik zum Ausdruck bringen.“ Das Regensburger Projekt sei so ein Botschafter für Demokratie.

Das Bayerische Sozialministerium verleiht alle zwei Jahre den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt. Unter dem Motto „Demokratie stärken: Mitmachen und teilhaben! Antworten aus dem Ehrenamt.“ wurden nun zum zweiten Mal Personen, Initiativen und Organisationen mit innovativen, gemeinwohlorientierten Projekten rund um das Ehrenamt gesucht. Wichtig waren der Jury Projekte, bei denen deutlich wird, dass Menschen durch ihr bürgerschaftliches Engagement die Werte unserer Demokratie mit Leben füllen. Stadtjugendring-Vorsitzender Philipp Seitz freute sich über die hohe Auszeichnung: „Dies ist eine besondere Wertschätzung für unser Engagement und ein Ansporn für zusätzliche Projekte.“

Nicht nur beim Stadtjugendring Regensburg war die Freude groß. Auch der Ski- und Wanderclub 1946 e.V. aus Regensburg hat sich das Thema Demokratie auf die Fahnen geschrieben und wurde für eine innovative Idee in der Kategorie „Ideen“ mit 3000 Euro belohnt. Mit der Idee ‚Demokratie lernen im Sportverein‘ übergibt der Ski- und Wanderclub 1946 e.V. aus Regensburg jungen Menschen mehr Verantwortung im Verein. Durch eine Satzungsänderung soll die Stimmberechtigung der Vereinsmitglieder auf 16 Jahre gesenkt werden. „Die Idee ‚Demokratie lernen im Sportverein‘ ist einfach aber sinnvoll. Viele Jugendliche übernehmen schon ab 16 Jahren selbstverantwortlich die Betreuung von Sportgruppen. Deshalb sollen sie auch im Verein mitbestimmen können. So fühlen sie sich dem Verein verbunden und sind auch später bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Das hat die Jury überzeugt“, betonte Müller.


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