09.07.2019, 09:47 Uhr

Auszeichnung Integrationspreis für Projekt Sprach- und Kulturmittler

Staatssekretär Gerhard Eck (li.) und Regierungspräsident Rainer Haselbeck (re.) mit den beiden Bildungskoordinatorinnen (v .li.) Kristina Beckermann und Kathrin Zenger. (Foto: Regierung von Niederbayern)Staatssekretär Gerhard Eck (li.) und Regierungspräsident Rainer Haselbeck (re.) mit den beiden Bildungskoordinatorinnen (v .li.) Kristina Beckermann und Kathrin Zenger. (Foto: Regierung von Niederbayern)

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Regierungspräsident Rainer Haselbeck haben den Niederbayerischen Integrationspreis verliehen. Ausgezeichnet wurden Projekte und Initiativen in Niederbayern, die in besonderer Weise die Integration von Migrantinnen und Migranten in Niederbayern unterstützen. Unter den Preisträgern war auch ein Projekt aus dem Landkreis Rottal-Inn. Der Niederbayerische Integrationspreis wird seit 2007 jährlich verliehen.

ROTTAL-INN In diesem Jahr wurden drei niederbayerische Projekte ausgewählt.

Kooperationsprojekt „Sprach- und Kulturmittler“ der Landkreise Rottal-Inn und Regen (Preisgeld 2.000 Euro): Das Kooperationsprojekt der Landkreise Rottal-Inn und Regen ist ein echtes Vorzeigemodell - ein Angebot von Migranten für Migranten. Menschen mit ausländischen Wurzeln, die sich in Deutschland bereits gut eingelebt haben, teilen ihre Erfahrungen und verhelfen so Neuankömmlingen zu einem gelungenen Start in unserer Mitte. Alle Ehrenamtlichen haben ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema Migration gemacht. Sie wissen, welche Hindernisse sich auftürmen können, wenn Kultur und Sprache fremd sind. Und sie können sich deshalb in besonderer Weise in die Menschen, die sie unterstützen, einfühlen.

Die Sprach- und Kulturmittler helfen bei allen Gesprächen oder Terminen, von Elternsprechtagen bis zu Behördengängen - immer dann, wenn Neuzugewanderte besonders auf Hilfe und Rat angewiesen sind. So wird gegenseitiges Verständnis gestärkt, Vorurteile werden abgebaut oder von Beginn an verhindert.

Karin Dempewolf und Tabeja Lederer (Preisgeld 1.500 Euro): Frau Dempewolf und Frau Lederer engagieren sich seit beinahe 30 Jahren für die Bewohner der heutigen Gemeinschaftsunterkunft Grafenau. Mit unermüdlichen Einsatz unterstützen die beiden Frauen Bewohner der Unterkunft in vielen Lebensbereichen. Besonders liegen ihnen die Kinder am Herzen, mit denen sie regelmäßig basteln, backen oder spielen.

Schwimmkurs des Jugendsozialprojekts „Porschestraße“ des Stadtjugendrings Landshut (Preisgeld 1.500 Euro): Der Stadtjugendring bietet sozial benachteiligten Kindern im Rahmen des Projekts „Porschestraße“ Schwimmkurse an. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder mit Migrationshintergrund, deren Eltern ihren Kindern das Schwimmen selbst nicht beibringen können.

Eck gratulierte den diesjährigen Preisträgern: „Sie zeigen mit Ihren herausragenden Initiativen eindrucksvoll, wie Integration vor Ort klappen kann. Ich danke Ihnen für dieses herausragende Engagement!“ Der Staatsekretär betonte: „Wer in unserem Land leben will, muss sich in unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung integrieren. Denn nur wer die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Miteinanders kennt und anerkennt, wird in unserem Land wirklich ankommen und eine Heimat finden können.“

Regierungspräsident Rainer Haselbeck dankte den Geehrten für ihre Arbeit: „Wenn wir für alle Menschen in Niederbayern ein lebenswertes und menschliches Zusammenleben wollen, dann ist die Frage der Integration der Schlüssel zu allem. Dazu braucht es die Bereitschaft der Neu-Niederbayern, sich auf das Leben hier bei uns einzulassen. Und genauso braucht es die Offenheit der Einheimischen zum Miteinander. Besondere Leistungsträger im Bereich der Integration wollen wir heute mit dem Niederbayerischen Integrationspreis würdigen. Sie leisten einen Dienst an den Menschen und für unsere gesamte Gesellschaft.“

Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro stellt das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für Menschen zur Verfügung, die sich besonders für die Unterstützung und Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen.


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