22.11.2018, 08:45 Uhr

Prävention Das Landratsamt bietet einen Selbstbehauptungskurs für Frauen an

Die Gleichstellungsstelle am Landratsamt, Sigrid Bernd-Pötzinger, und Diplom-Sozialpädagoge Jakob Kandlbinder. (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)Die Gleichstellungsstelle am Landratsamt, Sigrid Bernd-Pötzinger, und Diplom-Sozialpädagoge Jakob Kandlbinder. (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)

Die Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein hochaktuelles Thema. Wie Frauen und Mädchen sich im Ernstfall am besten verhalten, um kein Opfer zu werden und gegen sie gerichtete Gewalt zu verhindern und im Notfall abzuwehren, können Interessierte am 1. Dezember in einem Selbstbehauptungsworkshop lernen.

ROTTAL-INN Die Gleichstellungsstelle am Landratsamt Rottal-Inn veranstaltet diesen Kurs, den der Diplom-Sozialpädagoge Jakob Kandlbinder von der Gewaltprävention Niederbayern durchführen wird, von 8.30 bis 16.30 Uhr im Münchner Hof in Pfarrkirchen. Frauen ab 16 können sich dafür bis 28. November bei Sigrid Bernd-Pötzinger anmelden, telefonisch Mo/Di und Do/Fr von 8 bis 12 Uhr unter: 0171 / 108 32 31 oder per Mail an: gleichstellungsstelle@rottal-inn. Der Kostenbeitrag beläuft sich auf 15 Euro.

In den acht Kursstunden wird Kandlbinder den Teilnehmerinnen unter anderem vermitteln, wie sie Risiken richtig einschätzen und Grenzen setzen. Er geht dabei auch auf Körpersprache und Körperbeherrschung ein und schult darin, sich so zu verhalten, dass man gar nicht erst als Opfer ausgewählt wird. Kommunikative Fähigkeiten in der Deeskalation, der Suche nach Hilfe und der Förderung von Zivilcourage bei Zeugen, effektive Notwehrmaßnahmen und der Umgang mit Opfererfahrungen gehören ebenfalls zum Programm. Natürlich bleibt es bei diesem Kurs nicht bei der grauen Theorie, auch aktive Übungen wie Rollenspiele und das praktische Erlernen einfacher Selbstverteidigungstechniken sind Bestandteil des Workshops.

Anlass des Kurses ist der Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, der am Wochenende zuvor, am 25. November, begangen wird. Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. 1981 wurde der 25. November ein internationaler Gedenktag, seit 1999 ist der Tag auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.


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