22.06.2018, 14:32 Uhr

Neues Lehrformat Students Conference am European Campus – kontroverse Themen, praktische Wissensvermittlung

Redner Daniel Probst stellt die Integration der Einwohner in die touristischen Einrichtungen der Tourismusdestination „Bäderdreieck“ vor. (Foto: ECRI)Redner Daniel Probst stellt die Integration der Einwohner in die touristischen Einrichtungen der Tourismusdestination „Bäderdreieck“ vor. (Foto: ECRI)

Ein neues Lehrformat hat Einzug gehalten am European Campus Rottal-Inn (ECRI). Am 21. Juni fand erstmals die Studentenkonferenz zu Gesundheits- und Medizintourismus statt, initiiert durch die Professoren Dr. Georg Christian Steckenbauer und Dr. Markus Pillmayer. Das Konzept ist angelehnt an klassische akademische Konferenzen. 84 Studentinnen und Studenten aus dem sechsten Semester hielten 42 Vorträge zu unterschiedlichsten, teils kontroversen Themen. Die konstruktiven Diskussionen im Nachgang rundeten die Präsentationen angemessen ab.

PFARRKIRCHEN Offiziell eröffnet wurde die Konferenz von Schirmherr und 2. Bürgermeister Martin Wagle, der sich herzlich für die Einladung bedankte und auf die rasante Entwicklung des European Campus einging. „Gestartet sind wir vor vielen Jahren mit der großen Vision, höhere Bildungsangebote im ländlichen Raum zu integrieren. Heute dürfen wir Sie, liebe Studierende, als wertvollen Teil der Stadt Pfarrkirchen dazu zählen. Die Tatsache, dass wir den Sitzungssaal im Rathaus gemeinsam nutzen ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit der Stadt zu den Studierenden.“

Anschließend teilte sich das Plenum auf 2 Räume auf. Die Studierenden des Bachelorstudiengangs International Tourism Management (ITM) wurden dazu angehalten, verschiedene Felder zu bearbeiten und sich mit fachspezifischen Fragestellungen auseinander zu setzen. Der Schwerpunkt lag dabei auf mehrerlei Bereichen, u.a. auf den Auswirkungen von geopolitischen Ereignissen und Risiken auf Gesundheit und Medizintourismus. Auch wurden die klinische Leistung und Patientenerfahrung auf dem Gesundheitsmarkt bewertet und gesellschaftliche Faktoren beleuchtet, die die Entwicklung und Nachfrage nach Produkten aus Gesundheits- und Medizintourismus beeinflussen.

In der Wahl ihrer konkreten Vortragsthemen waren die Studierenden frei, was zu einem breitgefächerten Spektrum höchst informativer Präsentationen führte. Dabei griffen die Studierenden auch sehr kontroverse Themen auf, beispielsweise den Abtreibungstourismus am Beispiel von Polen oder eine Fallstudie über die Verwendung des Medikaments Marihuana als alternative Heilmethode im medizinischen Tourismussektor. Genauso haben die Studierenden Stefan Eckersberger und Severin Eder die regionalen Angebote im Tourismussektor untersucht und einen Vortrag ausgearbeitet zu Chancen, Herausforderungen und einer möglichen Implementierung einer „Rottaler“ Gesundheitswoche.

„Unsere Idee war es, einen einzigartigen Programm-Mix aus Gesundheit, Wellbeing, Sport und Ernährung für den Landkreis Rottal-Inn zu gestalten.“ erklärt Stefan Eckersberger. „Der Fokus lag darauf, möglichst viele lokale Anbieter, Therapeuten, Ärzte, Ernährungs- und Sportexperten miteinzubeziehen. Während unserer Studienarbeit fiel uns auf, dass es bereits viele touristische Angebote im Rottal gibt, welche jedoch den meisten Menschen unbekannt sind. Durch unser Projekt wollen wir die Aufmerksamkeit auf das Potential lenken, welches das Rottal besitzt, und die Destination besser bewerben und attraktiver machen.“ Ergänzt Severin Eder die Ausführung seines Präsentationspartners.

Ziel der Konferenz war es einerseits, eine Brücke zu schlagen zwischen der theoretischen Wissenschaft und der praktischen Ausarbeitung im Studienfeld. Im Zuge ihrer Recherchen konnten die Studierenden andererseits von ausgewählten Experten aus der Branche lernen und sich das regionale Wissen erschließen. Von diesem erarbeiteten Know-How profitieren nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch die Anbieter im Gesundheits- und Medizintourismus.


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