19.06.2018, 11:07 Uhr

Bildungspaket Bayern Arnstorfer Realschule bei Pilotversuch Digitale Schule dabei

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projektes haben sich Schüler der Klasse 8. Klasse mit der Frage beschäftigt, ob der in der Werbung angepriesene leistungssteigernde Effekt von isotonischen Getränken tatsächlich zutrifft. (Foto: Realschule Arnstorf)Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projektes haben sich Schüler der Klasse 8. Klasse mit der Frage beschäftigt, ob der in der Werbung angepriesene leistungssteigernde Effekt von isotonischen Getränken tatsächlich zutrifft. (Foto: Realschule Arnstorf)

Schüler der 8. Klasse stellten fächerübergreifend Iso-Getränke auf den Prüfstand.

ARNSTORF Die Stiftung Bildungspakt Bayern — ein Verbund von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und dem Bildungsministerium des Freistaats — hat den Schulversuch „Digitale Schule 2020“ vor einem Jahr ins Leben gerufen gestartet, um einen Impuls zur Digitalisierung zu setzen. An Schulen, die bereits über breite Erfahrungen im Einsatz mit digitalen Medien verfügen und sich durch Innovationsbereitschaft auszeichnen, solle gezeigt werden, wie digitale Medien für die Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung genutzt werden können. Fünf Schulen je Schulart nehmen an dem Schulversuch teil, darunter die Realschule Arnstorf.

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projektes der Fachschaften Biologie, Informationstechnologie und Sport haben sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 8. Klasse mit der Frage beschäftigt, ob der in der Werbung angepriesene leistungssteigernde Effekt von isotonischen Getränken tatsächlich zutrifft oder ob dies nur ein leeres Werbeversprechen ist.

Im Biologieunterricht recherchierten die Schüler zunächst den Begriff „isotonisch“, informierten sich über verschiedene Sportgetränke und deren Zusammensetzung und veranschaulichten ihre Ergebnisse in digitaler Form. Anschließend wurde gemeinsam ein geeignetes wissenschaftliches Experiment geplant, mit dem man die leistungsfördernde Wirkung der Iso-Getränke überprüfen konnte.

Im Sportunterricht wurde mit Hilfe von digitalen Schrittzählern die Anzahl der zurückgelegten Schritte über einen bestimmten Zeitraum festgestellt. Dabei wurde das erste Workout ohne Getränke durchgeführt, während vor dem zweiten Durchlauf die verschiedenen Sportdrinks konsumiert wurden.

Die Ergebnisse wurden daraufhin am Computer ausgewertet und als aussagekräftige Diagramme dargestellt. Auf diese Weise konnte die Werbelüge enttarnt werden: Die hochgelobten Iso-Getränke haben keinen nennenswerten Effekt auf die sportliche Leistungsfähigkeit von durchschnittlichen Menschen. Vielmehr enthalten sie große Mengen an ungesundem Zucker. Das „gute alte“ Wasser ist und bleibt das ideale Sportgetränk für Hobbysportler.


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