12.08.2019, 11:11 Uhr

Jetzt wird‘s ernst am Spitzberg Pläne für Universitäts-Neubau schreiten voran

Gerald Escherich (Staatliches Bauamt Passau), Tristan Franke (Büro Bohn Architekten GbR), Dr. Achim Dilling (Universität Passau), Norbert Sterl (Staatliches Bauamt Passau), Markus Schröder (Löwenbrauerei Passau AG), Prof. Dr. Carola Jungwirth (Universität Passau), Heinz Rosenberger (M&R Immo GmbH ), Thomas Stockbauer-Muhr (Franz und Maria Stockbauer’sche Stiftung) (Foto: Schuster/Universität Passau)Gerald Escherich (Staatliches Bauamt Passau), Tristan Franke (Büro Bohn Architekten GbR), Dr. Achim Dilling (Universität Passau), Norbert Sterl (Staatliches Bauamt Passau), Markus Schröder (Löwenbrauerei Passau AG), Prof. Dr. Carola Jungwirth (Universität Passau), Heinz Rosenberger (M&R Immo GmbH ), Thomas Stockbauer-Muhr (Franz und Maria Stockbauer’sche Stiftung) (Foto: Schuster/Universität Passau)

Architekturwettbewerb wird vorbereitet

PASSAU. Die Planungen für die bauliche Erweiterung der Universität Passau am Spitzberg schreiten voran: Nach umfangreichen Vorarbeiten hat das Staatliche Bauamt das Büro Bohn Architekten GbR aus München mit der Betreuung des anstehenden Architekturwettbewerbs beauftragt. Ziel dieses „Realisierungswettbewerbs“ ist die Ausarbeitung einer konkreten Gebäudeplanung. Das europaweite Ausschreibungsverfahren wird voraussichtlich im Herbst 2019 starten.

„Die Universität Passau ist in den vergangenen Jahren um ein Drittel gewachsen und wächst weiter. Deshalb ist die räumliche Erweiterung Grundlage dafür, dass wir unsere Aufgaben in Forschung und Lehre auch in Zukunft meistern können“, erläutert Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth. Der Freistaat Bayern hat hierfür in unmittelbarer Nachbarschaft der Universität Passau von der Löwenbrauerei Passau AG am Spitzberg ein Grundstück vis-à-vis des Klostergartens an der Ecke zwischen der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße und dem Kleinen Exerzierplatz im Wege eines Erbbaurechts erworben.

Im September 2018 gab das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Einvernehmen mit dem Bayerischen Finanzministerium sowie dem Bayerischen Bauministerium grünes Licht für den Bauantrag der Universität zum Neubau eines ‚Internationalen Wissenschaftszentrums Passau‘, so die offizielle Bezeichnung des Erweiterungsbaus der Universität, dessen multifunktionaler Hörsaal auch für Kulturveranstaltungen zur Verfügung stehen wird.

Bei einem Abstimmungsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Bauamts, des Büros Bohn Architekten, der Löwenbrauerei sowie der Franz und Maria Stockbauer’schen Stiftung, des Investors M&R Immo GmbH Rotthalmünster und der Universität Passau am 8. August 2019 bekräftigten alle am Vorhaben Beteiligten ihre Bereitschaft zur Unterstützung des Bauprojektes zur Erweiterung der Universität.

„Das Löwenbrauereigelände am Spitzberg öffnet das Campusgelände in die Stadt hinein und ist in dieser exponierten Lage eine städtebauliche Gestaltungschance für Stadt und Universität. Universitätscampus und Stadtraum entwickeln sich gemeinsam und die Universität wird im städtischen Alltag eine größere Sichtbarkeit haben. Wir wünschen uns das neue Gebäude als Tor in die Wissenschaftsstadt Passau“, führt Präsidentin Jungwirth aus.

„Wir haben rund eine Million Euro investiert, um das fehlende Puzzleteil des Grundstücks am Spitzberg zu erwerben und so dieses für Stadt und Region herausragende Projekt an exponierter Stelle zu ermöglichen. Als Vertreter des Investors und leidenschaftlicher Passauer kann ich sagen, dass wir die architektonische Entwicklung voll unterstützen werden“, erläutert Heinz Rosenberger von der M&R Immo GmbH.

„Die Erweiterung der Universität am Spitzberg ist eine große Chance für die Stadt Passau und die Region“, so Brauereidirektor Markus Schröder. „Unserem Gründer Franz Stockbauer hätte das gefallen, und ich denke wir handeln hier ganz in seinem Sinne.“

„Die Franz und Maria Stockbauer´sche Stiftung, Mehrheitsaktionär der Löwenbrauerei Passau AG, unterstützt im Rahmen des Deutschlandstipendiums seit Jahren besonders begabte Studierende an der Universität Passau. Dieses Vorhaben entspricht somit dem Stiftungszweck in idealer Weise“, so Thomas Stockbauer-Muhr, Stiftungsvorsitzender.

In den vergangenen Monaten hat das Staatliche Bauamt die Grundstücksfläche am Spitzberg auf Herz und Nieren geprüft: Zahlreiche vorbereitende Untersuchungen klärten zum Beispiel die Qualität des Baugrunds, die Schadstoffbelastung in den Bestandsgebäuden und im Boden oder die örtliche Verkehrssituation. Ebenso hat das Staatliche Bauamt die Auswirkungen der Planung auf Abstandsflächen und Brandwände auch mit den Nachbarn, der Bayerischen Löwenbrauerei Franz Stockbauer AG Passau sowie der M&R Immo GmbH Rotthalmünster abgestimmt. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen und Abstimmungsgesprächen fließen nun als Rahmenbedingungen und Hinweise in die Auslobung des Architekturwettbewerbs ein.

„Zuletzt haben wir die Planungsleistungen für die Betreuung des Architekturwettbewerbs ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt vor wenigen Tagen das Büro Bohn Architekten GbR aus München, das viel Erfahrung in der Betreuung von Wettbewerben mitbringt“, erläutert der Leitende Baudirektor Norbert Sterl, Bereichsleiter Hochbau des Staatlichen Bauamts Passau, und ergänzt: „Nun wird das Planungsbüro mit der Erstellung der Auslobungsunterlagen beginnen.“

Ziel des Wettbewerbs ist die Ausarbeitung einer konkreten Gebäudeplanung. „Für den Realisierungswettbewerb ist ein europaweites Ausschreibungsverfahren erforderlich, das wir voraussichtlich im Herbst 2019 einleiten werden. Derzeit erarbeiten wir die Planungsgrundlagen für die Ausschreibung in Abstimmung mit der Universität Passau sowie bauplanungsrechtlich mit der Stadt Passau“, erläutert Sterl. „Das Raumprogramm für den geplanten Universitätsneubau am Spitzberg umfasst neben Seminar-, Besprechungs- und Verwaltungsräumen auch einen rund 800 m² großen Hörsaal, der mit Bühnenraum und raumakustischer Ausrüstung auch für Konzerte nutzbar sein wird. Zum Bauprogramm gehören des Weiteren eine Cafeteria und eine Tiefgarage mit rund 90 KFZ-Stellplätzen, dazu rund 100 Abstellplätze für Fahrräder“, führt Universitätskanzler Dr. Achim Dilling aus.


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