22.05.2018, 21:20 Uhr

Am 25. und 26. Mai Tagung „Körper – Wissen – Tod“ an der Universität Passau

(Foto: casanowe/123RF)(Foto: casanowe/123RF)

Ist ein organspendender Körper wirklich tot? Was geschieht hinter den Kulissen eines Hospizes? Was kann ein Tatort-Fotograf berichten? Hilft ein Tattoo bei der Bewältigung von Trauer? Und was sagt unser Umgang mit dem Tod insgesamt über unsere Art zu leben aus? Die Tagung „Körper – Wissen – Tod“ am 25. und 26. Mai sucht sozialwissenschaftliche Zugänge zu Fragen rund um Lebenswelt, Lebensende und Transzendenz – und stellt Ergebnisse der Forschung vor.

PASSAU In drei verschiedenen Panels referieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über Sterben, Tod und Trauer. Organisiert wird die Veranstaltung vom Lehrstuhl für Soziologie in Zusammenarbeit mit der Sektion „Wissenssoziologie“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Veranstaltungsort ist das IT-Zentrum (Innstraße 43). Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich willkommen

„Sterben, Tod und Trauer scheinen in der gegenwärtigen soziologischen Debatte keine herausgehobene Rolle zu spielen. Tatsächlich jedoch haben sich bereits die Gründerväter der Disziplin mit dem Lebensende und seinen gesellschaftlichen Implikationen befasst“, sagt Dr. Thorsten Benkel, der die Tagung gemeinsam mit Matthias Meitzler (beide Lehrstuhl für Soziologie) organisiert und leitet. „Die Tagung will soziologische Perspektiven auf Sterben und Tod entwerfen und dabei vor allem den Übergangsbereich zwischen einer körperfixierten und einer beinahe schon ‚körpertranszendenten‘ Umgangsweise mit dem Tod ausloten.“ Ansätze aus der Wissenssoziologie sollen dabei als Leitfaden fungieren, um theoretische wie empirische Forschung vorzustellen.

Die Tagung beginnt am 25. Mai um 14 Uhr mit einer Begrüßung und einem Vortrag von Benkel zum Thema „Die weggefürchtete Idee. Frühere und spätere Ansätze zu einer Wissenssoziologie des Todes“. Im Anschluss spricht Prof. Dr. Werner Schneider (Universität Augsburg) zu „Wissen und Praxis des ‚Sterben-Machens‘. Eine dispositivanalytische Perspektive auf das Lebensende“. Nach den beiden Vorträgen findet von 15:45 bis 17:15 Uhr die erste Panelrunde statt. Um 17:30 Uhr spricht Prof. Dr. Hubert Knoblauch (TU Berlin) zu „Transmortalität. Organspende, Tod und tote Körper in der heutigen Gesellschaft“.

Der zweite Tagungstag startet am 26. Mai um 10 Uhr mit zwei parallel stattfindenden Panels. Um 12:30 Uhr spricht der Fotograf Patrik Budenz über „Der Tod im Bild. Ein fotografischer Blick“. Zum Abschluss referiert Prof. Dr. Ronald Hitzler (TU Dortmund) zu „Empfindungen und Kundgaben von Trauer. Zur Sinnwelt des Lebens nach dem Tod“.

Das ausführliche Programm ist unter http://www.phil.uni-passau.de/soziologie/benkel/fachtagung-mai-2018/ einsehbar.


0 Kommentare