18.04.2018, 10:25 Uhr

Bezirksversammlung der Kfz-Innung Kfz-Gewerbe Niederbayern fordert rasche Lösung in der Dieselthematik

Von links: Obermeister Michael Krammer, OStD Eduard Weidenbeck, Rainer Aigner, Geschäftsführer Josef Huber und Bezirksmeister Alexander Färber. (Foto: Marc-André Alram)Von links: Obermeister Michael Krammer, OStD Eduard Weidenbeck, Rainer Aigner, Geschäftsführer Josef Huber und Bezirksmeister Alexander Färber. (Foto: Marc-André Alram)

Premiere für die Kfz-Innung Niederbayern. Zum ersten Mal veranstaltete die Innung ihre jährliche Mitgliederversammlung für den Bezirk Passau in der technischen Berufsschule I in Passau.

PASSAU Josef Huber, Geschäftsführer der niederbayerischen Kfz-Innung bedankte sich ausdrücklich bei Eduard Weidenbeck, dem Schulleiter der Berufsschule für die Gastfreundschaft. „Wir sind froh, über die sehr gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen in ganz Niederbayern. Stellvertretend hier, in der Berufsschule I, wo viele Kfz-Mechatronikerinnen und Mechatroniker ihre schulische Berufsausbildung erhalten. Gemeinsam können wir die Kräfte in der dualen Ausbildung bündeln um, erfolgreich die Auszubildenden für ihr Berufsleben vorzubereiten“, so Huber.

Weniger erfreulich für die gesamte Branche ist derzeit die Dieseldiskussion. „Die Kostenbelastung unserer Betriebe ist vor allem aufgrund der vielen hunderttausend gebrauchten Diesel, die bundesweit beim Handel auf Halde stehen und der noch zu erwartenden Leasing-Rückläufer zum Teil existenzbedrohend. Daher ist es umso wichtiger, dass es auf politischer Ebene hinsichtlich der Hardware-Nachrüstung älterer Diesel endlich verbindliche Lösungen für die Autofahrer, den Handel und auch alle weiteren betroffenen Dieselfahrer, wie viele Handwerker, gibt.“ Das war der Appell, den Michael Krammer der Innungsobermeister der Kfz-Innung Niederbayern trotz der jüngsten Äußerungen der Bundeskanzlerin und des Bundesverkehrsministers auf der Innungsversammlung in Passau in Richtung Politik richtete.

Die rund 60 Betriebsvertreter diskutierten im Rahmen der Veranstaltung ausgiebig über die zahlreichen anstehenden Herausforderungen der Branche. „Neben der Bewältigung der Dieselkrise müssen auch die großen Zukunftsthemen Digitalisierung, Fachkräftemangel, Strukturwandel und der Wandel in der Technologie - allen voran die Elektrifizierung und das Autonome Fahren - bewältigt werden. Außerdem gibt es im hoheitlichen Bereich, im Rahmen der Fahrzeuguntersuchungsverordnung viele Veränderungen auf die sich unsere Betriebe einstellen müssen“, argumentierten der Obermeister und der Innungsgeschäftsführer mahnend an ihre Kolleginnen und Kollegen.

Weitere Themen des Abends waren aktuelle Informationen aus der Berufsbildung, darunter effektives Nachwuchsmarketing gegen den Fachkräftemangel und die Neuordnung des Berufsbildes der Automobilkaufleute. Marc-André Alram stellte den interessierten Zuhörern den umfangreichen Baukasten der Nachwuchswerbung vor. Das Spektrum der Möglichkeiten welche die Betriebe bei der Innung abrufen können reicht dabei von zahlreichen Flyern und Broschüren bis hin zu zielgruppenspezifischen Videos für die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsberufe im Kfz-Gewerbe.

Außerdem präsentierte Rainer Aigner, Geschäftsführer von der aigner business solutions GmbH aus Hutthurm bei Passau anschaulich Praxisbeispiele über die Änderungen hinsichtlich der neuen Datenschutzgrundverordnung, welche in den Betrieben ab Mai umgesetzt werden muss. Abschließend referierte Stephan Wollrab von der Kfz-Innung Niederbayern über aktuelle werkstattrelevante Themen für die tägliche Praxis der Kfz-Unternehmer. Unter anderem über die wieder verpflichtende Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung (AU) und der internetbasierten Fahrzeugzulassung (iKfz).


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