02.10.2018, 15:35 Uhr

Offiziell eröffnet KiTa am Kalander feiert


Erste städtische Kindertageseinrichtung in Waldkraiburg offiziell eröffnet. Von der Idee bis zur Eröffnung vergingen nur vier Monate.

WALDKRAIBURG In gerade einmal 16 Wochen plante die Stadtverwaltung die erste städtische Kindertageseinrichtung und eröffnete diese pünktlich zum 3. September 2018. Am Montag, 1. Oktober, fand die offizielle Eröffnungsfeier mit Vertretern aus Politik, Kirchen, Einrichtungsleitern der Waldkraiburger Kindergärten, Eltern und natürlich mit den Kindern der KiTa am Kalander statt.

Mit dem Lied „Du & Ich“ eröffneten die Krippen- und Kindergartenkinder die Feierlichkeiten. Erster Bürgermeister Robert Pötzsch betonte die Wichtigkeit der Kindertageseinrichtung für die Stadt. Man stehe jedes Jahr vor der Frage, ob das Angebot die Nachfrage decken kann. Anfang des Jahres sah es noch so aus, als könnte man den Bedarf für 2018/2019 decken. Nur wenige Wochen später, wurde man von einer Art „Lawine“ überrannt und plötzlich standen ca. 80 Anfragen im Raum, die nicht aufgefangen werden konnten. Schnell kam die Idee auf, den Bedarf durch eine städtische Einrichtung zu decken. Ein Neubau oder die Sanierung eines vorhandenen Gebäudes war in der Kürze der Zeit nicht möglich. Viele Standorte wurden besichtigt, schieden jedoch am Ende aus verschiedenen Gründen aus. Im Juni brachte die Stadtbau GmbH das freie Grundstück am Kalander ins Spiel. Bis zur Eröffnung am 3. September wurden 50 spezielle Kindergarten-Container aufgebaut und Anschlüsse für Wasser, Strom, Telefon und Internet verlegt. Im Außenbereich gibt es einen großen Sandkasten und Spielgeräte für alle Altersgruppen. Die 63 Kindergarten- und Krippenkinder werden in fünf Gruppenräumen betreut. Darüber hinaus verfügt die Einrichtung über einen Therapieraum, einen Bewegungsraum, eine Küche mit Essbereich, Ruheräume für die Krippenkinder und selbstverständlich über die notwendigen sanitären Einrichtungen. An jeden Kindergartenraum ist darüber hinaus ein zusätzlicher Raum für Kleingruppen- und Kreativarbeiten angegliedert.

Bürgermeister Robert Pötzsch ist zuversichtlich, dass die Kindertageseinrichtung schon für das kommende Betreuungsjahr in die feste Einrichtung umziehen kann. „Wir sind ins kalte Wasser geworfen worden, aber haben die Herausforderung gemeistert“, sagte Pötzsch und bedankte sich nicht nur bei seinen Stadtratskollegen für die gute Zusammenarbeit, sondern auch bei seinem Stadtverwaltungsteam für die schnelle Umsetzung. Ein besonderer Dank ging auch an Einrichtungsleiterin Beate Axtner, ihrem Team und den Eltern, die sich alle auf das spannende Abenteuer einer neuen KiTa eingelassen haben. Landrat Georg Huber hob in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Kinder für unsere Zukunft hervor. „Es ist sehr wichtig, dass man Kinder Kinder sein lässt. Man braucht Einrichtungen wie diese hier, wo Kinder einander helfen und gemeinsam mit den Erziehern Leben in die Bude bringen.“ Er betonte, dass kein Kind auf der Strecke bleiben dürfe und man weiterhin bestrebt sein müsse, alle Kinder mitzunehmen, um ihnen eine adäquate Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Allein in den letzten drei Jahren seien im Landkreis 700 Plätze in der Kinderbetreuung ausgebaut worden.

Pater Bernhard Stiegler, die evangelische Pfarrerin Anita Leonhardt und der Imam segneten die städtische Kindertageseinrichtung. Anschließend schnitt Robert Pötzsch gemeinsam mit Landrat Georg Huber das Band zur Einrichtung durch, die Kinder ließen blaue und gelbe Luftballons in den Himmel steigen.


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