30.07.2018, 10:58 Uhr

321 neue Meister Erfolgreiche Absolventen der Münchner Meisterschulen

Unser Bild zeigt die erfolgreichen Absolventen aus dem Landkreis Mühldorf: v.l.n.r. Mario Italia, Franz Freimuth und Sebastian Bauer (Foto: Meisterschulen am Ostbahnhof)Unser Bild zeigt die erfolgreichen Absolventen aus dem Landkreis Mühldorf: v.l.n.r. Mario Italia, Franz Freimuth und Sebastian Bauer (Foto: Meisterschulen am Ostbahnhof)

Zum 50. Mal feierten die Münchner Meisterschulen am Ostbahnhof einen erfolgreichen Abschlussjahrgang. 321 junge Frauen und Männer bestanden die Meisterprüfung.

MÜHLDORF/MÜNCHEN Der Backsteinbau des „Freiheiz“ an der Donnersberger Brücke war in diesem Jahr Kulisse für die Meisterfeier des Jubiläumsjahrgangs. Von 345 zur Prüfung angetretenen Handwerkerinnen und Handwerkern, die im vergangenen Schuljahr die Münchner Meisterschulen am Ostbahnhof besucht hatten, bestanden 321 die diesjährige Meisterprüfung. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 93 Prozent.

Die Absolventen kamen aus den Bereichen Elektrotechnik (110), Friseurhandwerk (28), Feinwerkmechanik (23), Informationstechnik (15), Installateur/Heizungsbau (89), Landmaschinenmechanik (16), Metallbau (22) und Zahntechnik (18). Die Herkunftsländer der jungen Meister reichten von Afghanistan bis Weißrussland, wobei die Alterspanne zwischen 19 und 51 Jahren lag.

Der Schulleiter Oberstudiendirektor Georg Junior gratulierte den frisch gebackenen Meistern zu einem erfolgreich absolvierten und anstrengenden Jahr. Viele Prüfungen mussten bestanden werden, um an diesem Tag hier anwesend zu sein. Hervorgehoben wurde von Herrn Junior die Online-Befragung zur Zufriedenheit der Schüler an den Meisterschulen am Ostbahnhof. Die Rückmeldungen zeigten vor allem zwei wichtige Themen: eine gute technische Ausstattung der Schule und gute Lehrer. Die Schüler lobten deren Fachkompetenz, die Gestaltung des Unterrichts und die Kommunikation auf Augenhöhe mit den Schülern. Junior hob die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Trägern der Meisterschulen am Ostbahnhof, der Stadt München und der Handwerkskammer von München und Oberbayern, hervor.

Die dritte Bürgermeisterin Frau Christine Strobl überbrachte die Grußworte der Landeshauptstadt München. Das Handwerk ist eine wichtige Säule für den Wirtschaftsstandort München und der umliegenden Regionen neben Industrie und Dienstleistung. Deshalb wird die Investition in die Berufsbildung bei der Stadt München großgeschrieben. Weiterhin betonte sie, dass die Meisterschulen am Ostbahnhof ein Erfolgsprojekt seit 1968 in Kooperation mit der Handwerkskammer sind. Dies ermöglicht einen gebührenfreien Besuch der Meisterschulen für die Schülerinnen und Schüler, die nach Abschluss bestmögliche Chancen im Arbeitsleben haben. Mit den Worten: „Die Stadt München ist stolz auf Sie!“ beendete Sie Ihre Rede.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Frank Hüpers, gratulierte den Meisterinnen und Meistern im Namen des oberbayerischen Handwerks zur erfolgreichen Prüfung. Hüpers thematisierte den „Akademisierungswahn“, der hohe Abbrecherquoten zur Folge hat. „Dieser Trend schadet vielen jungen Menschen und er schadet unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Wir brauchen nicht nur Menschen mit akademischen, sondern auch mit praktischen Qualifikationen.“ Des Weiteren bezeichnete Dr. Hüpers die Meisterschulen am Ostbahnhof als „Kaderschmiede“ und zählte sie „zu den herausragenden Bildungsstätten des Handwerks“. Dies wird auch von den Handwerksunternehmen besonders geschätzt.

Die Schülersprecherinnen Jennifer Striecks und Sophia Fronius schilderten kurz den zeitlichen Ablauf der vergangenen zehn Monate: „Am 12. September letzten Jahres, unserem ersten Schultag, war manchem von uns nicht ganz so bewusst, dass der Weg zum Meister so anstrengend und kräftezehrend sein sollte.“ Umso größer sei aber jetzt die Freude das Ende einer wichtigen Etappe im Leben erreicht zu haben und zwar den höchst möglichen Bildungsabschluss im Handwerk. Sie bedankten sich bei den engagierten Lehrkräften und den Familien im Hintergrund, die mit Rat und Tat das letzte Schuljahr begleitet haben. Abschließend wünschten Sie Ihren Mitabsolventen alles Gute für die Zukunft und eine Ausübung des Handwerks mit Leidenschaft.

Die Klassenbesten der jeweiligen Gewerke erhielten als Anerkennung für ihre Leistungen zu ihrem Zeugnis eine Urkunde, unterzeichnet von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Schuljahresbesten konnten sich zusätzlich über einen Gutschein vom Freundeskreis der Meisterschulen freuen: Herr Daniel Strommer, Meister Installateure und Heizungsbau (Notendurchschnitt: 1,07), Herr Philip Braun, Meister Feinwerkmechanik (1,38) und Herr Florian Mühlberger, Meister Elektrotechnik (1,46).


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