02.02.2018, 16:01 Uhr

Betriebe kämpfen um jeden Azubi Zahl der neuen Lehrverträge im Landkreis Mühldorf nimmt weiter ab

„Die Betriebe im Landkreis kämpfen weiterhin um jeden einzelnen Azubi. Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch mehr auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurückbesinnen.Die Berufsbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke“, kommentiert Ingrid Obermeier-Osl, IHK Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf.

MÜHLDORF Zum vierten Mal in Folge mussten die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistung im Landkreis Mühldorf einen Rückgang bei den Lehrlingen feststellen. Die IHK für München und Oberbayern verzeichnete 2017 insgesamt 425 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Minus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie aus den Zahlen der Arbeitsagentur auch hervorgeht, blieben zudem noch fast hundert Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt.

„Die Betriebe im Landkreis kämpfen weiterhin um jeden einzelnen Azubi. Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch mehr auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurückbesinnen. Das betrifft nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik. Die Berufsbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke“, kommentiert Ingrid Obermeier-Osl, IHK Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf. Um Jugendliche für die duale Ausbildung zu begeistern, organisiert der IHK-Regionalausschuss bereits seit einigen Jahren den bundesweit einzigartigen Bildungsexpress. Weitere Aktionen der IHK finden mit Partnern wie dem Bayerischen Wirtschaftsministerium statt, unter anderem die Kampagne „Elternstolz“ oder die Ausbildungs-Scouts.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Verkäufer vor den Einzelhandelskaufleuten und den Industriemechanikern. Bei Mädchen liegt die Verkäuferin an der Spitze, bei Jungen der Industriemechaniker. Insgesamt wurden in 244 Ausbildungsbetrieben Neuverträge in 59 verschiedenen Berufen abgeschlossen.


0 Kommentare