14.04.2020, 12:30 Uhr

Studieren in Zeiten von Corona Semesterstart mit Zoom und Playmobil


Am kommenden Montag startet an Bayerns Hochschulen das Sommersemester. Präsenzveranstaltungen wird es wegen der Corona-Krise nicht geben. Wie der Lehrbetrieb trotzdem funktionieren soll, hat sich Minister Bernd Sibler in Landshut angesehen. Dort kommt digitale Technik zum Einsatz – und Playmobil.

Landshut. „Dass wir am 20. April nicht mit Präsenzveranstaltungen beginnen können, leuchtet ein. Die Gesundheit ist der wichtigste Orientierungspunkt“, sagte Sibler und nahm im gähnend leeren Hörsaal des neuen Gebäudes der Hochschule Landshut Platz. In den nächsten Wochen werden die Stühle hier leer und es auf dem Campus gespenstisch still bleiben.

Studieren ohne Anwesenheit in einem Hörsaal, das kann und wird trotzdem funktionieren. Da ist sich der neue Landshuter Hochschulpräsident, Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, sicher. „Pragmatismus ohne Ende“, sei nötig gewesen, um das zu packen.

Vorlesungen werden über Konferenzschaltungen abgehalten. Das klappt in Echtzeit, aber auch asynchron. Verwendet wird an der Hochschule Landshut dafür der Online-Service „Zoom“, der Webkonferenzen und Webinare möglich macht. Auch Aufgaben sind im Netz zu finden. Bei der Darstellung von Gesprächsszenen, wie sie zum Beispiel im Studium Soziale Arbeit vorkommen, ist die Kreativität der Professoren gefordert. Dort müssen schon mal Playmobilfiguren die Studenten, die ja nicht anwesend sein können, ersetzen.

Und trotzdem: Den Lehrbetrieb komplett ersetzen kann das alles natürlich nicht. „Wir wissen, dass es nicht das perfekte Semester werden wird. Deshalb wird es auch nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet“, sagt Sibler. Ungewiss wäre, ob es bis zum Ende des Semesters überhaupt noch einmal Präsenzveranstaltungen geben wird. „Wir wissen es schlicht nicht“, so der Minister.


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