18.09.2018, 15:34 Uhr

In Bayern daheim – in der Welt zuhause Julian Hösl aus Rohr beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen ausgezeichnet

Siegerehrung beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2018. (Foto: Maria Schumann)Siegerehrung beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2018. (Foto: Maria Schumann)

„Es erfüllt mich mit besonderem Stolz, dass sich unter den acht Siegern wie schon im Vorjahr auch heuer wieder zwei Schüler aus Bayern befinden“, lobte Kultusminister Bernd Sibler zum Finale des diesjährigen Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Mannheim. Der Minister betonte dabei den besonderen Wert von Sprachen auf einem immer enger zusammenwachsenden Globus: „`Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt`, hatte der österreichisch-britische Philosoph Ludwig Wittgenstein einst gemutmaßt. Das bedeutet für mich auch, dass die Welt offen steht für jeden, der Fremdsprachen beherrscht.“

ROHR Alissa Fock vom Illertal-Gymnasium in Vöhringen überzeugte die Jury im Finale der Wettbewerbskategorie „Solo Plus“ mit den Sprachen Italienisch und Englisch ebenso wie Julian Hösl vom Johannes-Nepomuk-Gymnasium der Benediktiner in Rohr mit Englisch, Latein und Französisch. Letzterer zählte bereits im Vorjahr zu den Bundessiegern und sieht den Wettbewerb als „einzigartige Möglichkeit, sich kulturell wie geschichtlich mit Menschen auszutauschen, die eine ähnliche Passion für Sprachen haben.“ Genauso wie Hösl fand auch Alissa Fock den Zugang zur Welt der Sprachen durch die Schule. „Meine Lehrer haben mich neugierig gemacht und mit ihrem spannenden Unterricht motiviert, mich auch außerhalb der Schule weiterzubilden“, erzählt die 17- Jährige, die diesen Sommer ihr Abitur ablegte.

Sprachen als Eintrittskarte in die Welt

Die Anforderungen an die 47 Finalisten in Mannheim waren hoch und gingen über das bloße Beherrschen einer Fremdsprache hinaus. So waren neben Sprachfertigkeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppengesprächen ebenfalls Sachkenntnisse und Kommunikationsgeschick gefragt. Offensichtlich mit bleibendem Eindruck, denn „die Ergebnisse waren in allen drei Bereichen mehr als bemerkenswert“, wie Kultusminister Bernd Sibler feststellte. Seine Glückwünsche richtete er an alle Preisträger: „Sie können stolz auf Ihre enorme Sprachkompetenz und Ihre Fähigkeit sein, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren. Ich halte es für unverzichtbar, aktiv den Dialog mit anderen Kulturen und Ländern zu suchen. Bauen Sie Brücken und schauen Sie in die Welt. Sie halten die Eintrittskarte dafür in Ihren Händen.“

Insgesamt elf Schüler aus Bayern wurden im Finale ausgezeichnet. Für den Minister „ein weiterer Beleg dafür, dass auch mit Blick auf Fremdsprachen an bayerischen Schulen hervorragende Arbeit geleistet wird. Mein großer Dank und mein Kompliment gehen an alle beteiligten Pädagogen.“ An die jungen Fremdsprachenexperten aus dem Freistaat richtete Sibler wiederum mit einem Augenzwinkern die Bitte: „Erzählen Sie der Welt, woher Sie kommen. Sprechen Sie darüber in so vielen Sprachen, wie Sie es für möglich halten. Sie sind Botschafter unserer Kultur und unserer Sprache. Auch der bayerischen.“


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