07.05.2018, 17:32 Uhr

Kräuter und Kartoffeln Landrat Martin Neumeyer lässt es sich in der „Wilden Küche“ im Waldkindergarten Abensberg schmecken

(Foto: Regionalmanagement)(Foto: Regionalmanagement)

„Komm, ich zeig Dir was“ sagt ein Waldkinder-Kind zu Landrat Martin Neumeyer, packt ihn an der Hand und los geht’s durch das Waldgrundstück an der Sandharlandener Heide. Auf dem Weg werden essbare Kräuter gesammelt, die die Betreuerinnen der Waldkinder gut kennen: Spitzwegerich, Schafgarbe, Knoblauchrauke sowie Blüten und Blätter des Löwenzahns. Mit dabei sind auch Hans Stocker und Reinhard Handschuh von der Kreissparkasse Kelheim, die das Preisgeld für den Klimaschutzpreis 2017 gespendet hat.

ABENSBERG Regionalmanagerin Julia Schönhärl hat den Besuch geplant und hilft, wie Landrat Neumeyer, gemeinsam mit den Kindern beim Kräuterschneiden mit. So erleben die Besucher hautnah, wie hier die Idee des Walderlebens gelebt wird. Die Kinder bewegen sich frei in der Natur und lernen mit allen Sinnen, was sie an Reichtümern bietet. Ein Konzept, das aufgeht: 18 Mädchen und Jungen tollen im Waldkindergarten umher.

Der Waldkindergarten Abensberg hat 2017 den Klimaschutzpreis des Landkreises mit dem Projekt der „Wilden Küche“ gewonnen, das die neunköpfige Jury überzeugte. Einen Teil des Preisgeldes wurde an das Partner-Projekt in Nepal gespendet. Hier wie dort lernen Kinder in der Natur und mit der Natur: spielerisch und pädagogisch begleitet.

Seit September 2013 wird der Kindergarten von der Elterninitiative Waldkinder Abensberg e. V. geführt. In einer Vormittagsgruppe werden die Kinder im Waldgebiet nördlich der Sandharlandener Heide von qualifiziertem Personal nach den geltenden Erziehungsplänen betreut. Der tägliche Aufenthalt im Wald fördert mit den einzigartigen naturgegebenen Möglichkeiten die Entwicklung der Kinder auf besonders nachhaltige Weise. Der Wald dient als Freiraum und Rückzugsgebiet, fördert Kreativität und Bewegungsfähigkeit und stärkt das Verantwortungsbewusstsein der Kinder: gegenüber den Tieren von Wald und Flur, den Pflanzen in Wald und Feld, und den anderen Kindern und Betreuerinnen.

Landrat Neumeyer freut sich, dass es im Landkreis Kelheim noch weitere Waldkindergärten gibt. Denn ihm ist es eine Herzensangelegenheit, dass Kinder im Spiel und als Vorbereitung für das spätere Leben für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden.


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