22.12.2017, 18:27 Uhr

Übungsfirma Wirtschaftsschule bereitet auf reale geschäftliche Herausforderungen vor

(Foto: Knott/Stadt Abensberg)(Foto: Knott/Stadt Abensberg)

Im Rahmen einer Feierstunde im Aventinum wurden Ende Juli insgesamt 19 Absolventen der Wirtschaftsschule Abensberg geehrt. Alle Absolventen hatten einen klaren Plan, wie es für sie weiter geht. Für den Schulstandort Abensberg war dies besonders wichtig – denn der Grundsatz der Mittelschule, mit deren Haus die Wirtschaftsschule räumlich und organisatorisch verknüpft ist, kam auch hier zum Tragen: „Kein Abschluss ohne Anschluss.“

ABENSBERG Die Schülerinnen und Schüler der aktuellen W10 sind gerade dabei, Inventur in ihrer Übungsfirma „Star Werbeartikel GmbH“ durchzuführen. „Wir handeln mit anderen Schulunternehmen mit fiktiver Ware“, berichten die Schülerinnen und Schüler. Heute steht ein Sortimentscheck an, dann wird entschieden, welche Artikel aus der Angebotspalette genommen werden. Die Stimmung ist sehr gut, die Schüler helfen sich gegenseitig bei kleineren Problemen, es wuselt fast wie in einer richtigen Firma. Die zwei “Chefs“, die Lehrerinnen Petra Schlögl und Sabine Schramm, werden mit kniffligeren Fragen konfrontiert.

„Gute Schule“

Der 16-jährige Johannes Lindner aus Mainburg-Attenhofen hatte nach der sechsten Klasse die Auswahl zwischen Landshut und Abensberg – und „weil das hier eine gute Schule ist“, hat er Abensberg den Vorzug gegeben. „Auch die Ausstattung ist super“, sagt er am PC sitzend. Er wird nach dem Abschluss einen Lehre als Groß- und Einzelhandelskaufmann bei der Baywa beginnen, da hat er ein Praktikum absolviert. Für den 15-jährigen Luca Gerstl aus Langquaid-Niederleierndorf war die Wahl klar: „Abensberg ist näher als alle Alternativen, und die Computerausstattung ist klasse.“ Leicht gemacht hat ihm die Entscheidung der Direktor: „Herr Brey ist super.“ Die 15-jährige Leonie aus Mainburg und die gleichaltrige Jana aus Hausen sind ebenfalls glücklich über ihre Wahl: Bei Leonie waren es die vielen Freunde, die in die Wirtschaftsschule gewechselt hatten. Da hat es ihr in der Realschule nicht mehr gefallen. „Klar“, lacht sie, „gibt’s unter Mädels mal Stress.“ Aber es herrsche eine gute Atmosphäre und es seien gute Leute beieinander. Auch wichtig: „Die Computer sind neu.“ Sie hat bereits einen Ausbildungsplatz als Steuerfachangestellte in Mainburg sicher.

Harmonie mit der Mittelschule

Dienstags und donnerstags sitzen die Schülerinnen und Schüler der W10 für je eine Doppelstunde in ihrer Übungsfirma und bereiten sich auf reale geschäftliche Herausforderungen vor. Den Schülern ist offenbar auch das Bewerbungstraining wichtig, viele erwähnen es ausdrücklich und es wird regelmäßig angeboten. Die zehnte Klasse der Staatlichen Wirtschaftsschule Abensberg hat nachmittags keinen Unterricht, die Schülerinnen und Schüler können sich aber problemlos am Betreuungsangebot der Mittelschule - beide Schulen sind ohnehin baulich untrennbar miteinander verwachsen - beteiligen. „Viele nutzen die Mensa und das Mittagsangebot“, hört man. Und, besonders schön für den Schulverband Abensberg, der in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau seines Angebotes investiert hat: „Wir harmonieren mit der Mittelschule. Man fühlt sich sehr wohl hier“, sagen die Schüler.

Mama ist schuld

Der Beweis wurde bereits Ende Juli geliefert – da wurde die erste Klasse, die an der Staatlichen Wirtschaftsschule Abensberg abgeschlossen hat, geehrt; alle hatten bestanden. Den Preis für die beste Schülerin, gestiftet von der Stadt Abensberg, erhielt Sophie Langwieser aus Train. Wir haben mit ihr telefoniert. Aufmerksam gemacht auf die Wirtschaftsschule Abensberg wurde Sophie durch ihre Mutter. Sophie: „Ich wollte unbedingt die mittlere Reife und dachte an eine Realschule. Als meine Mutter einen Infoabend der Wirtschaftsschule Abensberg besucht hat, hat sie mich gleich angemeldet. Ich war dann von der 7. Klasse an dabei. Insbesondere das Fach Betriebswirtschaft war sehr stressig, man musste dran bleiben. Aber heute bin ich in der Ausbildung als Industriekauffrau und sehr zufrieden! Ich habe sehr nette Arbeitskollegen und mein Abi mache ich neben der Ausbildung. Wer im Beruf einen betriebswirtschaftlichen Weg einschlagen will - für den lohnt sich die Wirtschaftsschule Abensberg definitiv.“

Schulverband investiert weiter

Übrigens: Kurz vor Redaktionsschluss hat der Schulverband weiteren Investitionen grünes Licht gegeben. Ende Januar und im März finden Informationstermine zur Staatlichen Wirtschaftsschule Abensberg statt: Am Montag, 29. Januar 2018, ab 18 Uhr sowie am Samstag, 3. März 2018, ab 10 Uhr. Interessierte melden sich gerne vorab im Sekretariat der Mittel- und der Wirtschaftsschule bei Angelika Mandlik unter der Telefonnummer 09443/ 6439, per Mail an sekretariat@mittelschule-abensberg.de oder auch bei Petra Schlögl unter der Mail-Adresse p.schloegl@bsz-kelheim.de.


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