23.07.2020, 13:41 Uhr

Digitalgipfel Weg frei für BayernCloud Schule

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Durchbruch für die digitale Bildungsinfrastruktur.

Bayern. Bei ihrer Landkreisversammlung 2018 in Weißenhorn ist es den bayerischen Landrätinnen und Landräten gelungen, Ministerpräsident Dr. Markus Söder für ihre Forderung nach einer bayernweiten „BayernCloud Schule“ zu gewinnen. Dieser hatte prompt für eine Verankerung im Koalitionsvertrag gesorgt. Heute gipfelten die seitdem stattgefundenen Gespräche und Verhandlungen in eine Zusage des Freistaates, die alleinige Finanzierung der Cloud zu übernehmen.

Landkreistagspräsident Bernreiter, der in der Pressekonferenz im Namen aller Kommunalen Spitzenverbände sprach, hierzu: „Mit dem heutigen Tag ist der Weg frei für gleiche Rahmenbedingungen bei der digitalen Bildung in den Schulen der bayerischen Gemeinden und Städte, Landkreise und Bezirke. Die Kommunen sind nicht zuletzt aufgrund der Veränderungen der Schullandschaft durch die Corona-Pandemie in Vorleistung getreten und haben nach jeweils eigenen Konzepten digitalen Unterricht ermöglicht. Künftig wird dieses Nebeneinander verschiedenster Lösungen durch eine einheitliche Plattform – die staatlich finanzierte BayernCloud – abgelöst. Das ist ein Grund zur Freude für alle, unsere Schülerinnen und Schüler, die Kommunen als Sachaufwandsträger und auch für den Freistaat Bayern, der für eine bestmögliche Bildung verantwortlich ist. Wir sind unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder dankbar. Er hat die BayernCloud für die Schulen zur Chefsache und damit diesen Durchbruch für die digitale Bildungsinfrastruktur möglich gemacht. Wir rücken bei der Digitalisierung unserer Schulen jetzt von den Zuschauerrängen in die Poleposition.“

Auch bei der Systembetreuung vor Ort macht der Freistaat einen Schritt auf die Kommunen zu. Die Kosten dafür sind in den öffentlichen Schulen in den Städten, Gemeinden, Landkreisen und Bezirken schwindelerregend. So macht allein das Hosting in einer einzigen Schule (von insgesamt 17) im Landkreis Deggendorf bereits 110.000 Euro aus. Die bayerischen Landkreise hatten deswegen von Anfang an auf eine Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes, nach dem sie alleinige Träger für Sachaufwand sind, gedrängt. In den nächsten vier Jahren erhalten sie für Wartung und Pflege insgesamt 155,6 Millionen Euro, also knapp 39 Millionen Euro pro Jahr. Nach diesen vier Jahren will der Freistaat die Hälfte der Systembetreuungskosten vor Ort dauerhaft übernehmen. „Die Unterstützung des Freistaates ist keine Eintagsfliege wie anfänglich befürchtet. Freistaat und Kommunen stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, vor allem wenn jetzt ein Digitalisierungsschub in allen Schularten kommen wird.“


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