17.07.2019, 10:03 Uhr

Neuer Standort Hochschule geht ins Kloster

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Freistaat geht Lösung mittels Erbbaurecht an. Sibler: „wichtige Beitrag, um Fachkräftemangel in Gesundheits- und Pflegeberufen zu lindern.“

METTEN Die Technische Hochschule (TH) Deggendorf soll neue Räumlichkeiten im Kloster Metten erhalten, um dort ihr Studienangebot im Bereich Gesundheit anzusiedeln. Dies gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute in München im Anschluss an die Kabinettssitzung bekannt, in der er die Eckpunkte für die Standortentscheidung vorstellte.

Die Hochschule benötigt neue Flächen, weil sie ihr derzeitiges Angebot deutlich erweitern und die Zahl der Studenten in den Gesundheitsstudiengängen nahezu verdoppeln will. Rund 1400 junge Menschen sollen dann in Metten studieren. Wissenschaftsminister Sibler bezeichnete diesen Ausbau als „wichtigen Beitrag, um den Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen zu lindern“. Für ihn hat diese Lösung gleich mehrfach Vorteile: „Mit dem Kloster Metten als Standort können wir der Hochschule schnell und campusnah neue Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Gleichzeitig unterstützen wir das traditionsreiche Kloster Metten in seinem jahrhundertelangen Bemühen um den Erhalt der eigenen Gebäude und damit seiner Identität. Ich freue mich sehr über diese win-win-Situation – insbesondere für unsere Studentinnen und Studenten und die Menschen in der Region!“

Geplant ist, dass der Freistaat Teile des denkmalgeschützten Klosters renoviert und umbaut sowie ein Gebäude denkmalverträglich neu errichtet. Das Kloster räumt dem Freistaat dazu ein Erbbaurecht ein. Nach der Bestellung des Erbbaurechts kann die TH Deggendorf einen Bauantrag für diese Maßnahme stellen.


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