24.04.2019, 09:57 Uhr

Neueste Forschungen Was man über das Schlachtfeld in Kalkriese weiß

(Foto: Reischl)(Foto: Reischl)

38. Niederbayerische Archäologentag in Deggendorf vom 26. bis 28. April.

DEGGENDORF Traditionell eröffnet wird der Archäologentag am Freitagabend um 19 Uhr. Nach den Grußworten, unter anderem von Wissenschaftsminister Bernd Sibler, wird Prof. Dr. Salvatore Ortisi, Professor für Provinzialrömische Archäologie an der LMU München, den Festvortrag mit dem Titel „Rom in Germanien. Kalkriese und die Varusschlacht“ halten.

Seit der Wiederentdeckung der Annalen des Tacitus zu Beginn des 16. Jahrhunderts versuchten Gelehrte, den Ort der Varusschlacht zu lokalisieren. Mit der Entdeckung eines Kampfplatzes augusteischer Zeit in Kalkriese 1987 schien sich die Annahme zu bestätigen, die entscheidende Schlacht könnte nördlich von Osnabrück, zwischen Wiehengebirge und Großem Moor stattgefunden haben. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur römischen Militärpräsenz in Germanien und berichtet über die aktuellen Forschungen auf dem Schlachtfeld in Kalkriese.

Am Samstagvormittag werden zahlreiche aktuelle archäologische Themen aus Niederbayern vorgestellt. Die Vorträge des Nachmittages nehmen sich dem diesjährigen Schwerpunktthema „Römerzeit“ an.

Ausrichter dieses bedeutenden Fachtages sind die Kreisarchäologien Deggendorf und Straubing-Bogen, die Gesellschaft für Archäologie in Bayern, die Volkshochschule Deggendorfer Land und der Geschichtsverein für den Landkreis Deggendorf. Die Veranstaltung wendet sich in erster Linie an alle Interessierten an der bayerischen Landesarchäologie. Darüber hinaus kommen viele Fachleute aus Bayern, Österreich und der Tschechischen Republik sowie Studenten verschiedener archäologischer Fachrichtungen.

Wie üblich wird der Niederbayerische Archäologentag durch eine – bereits ausgebuchte – ganztätige Exkursion am Sonntag abgerundet, die heuer zu archäologischen Stätten in der Region Chiemsee führt.


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