25.02.2019, 10:44 Uhr

Bienen-Software Der Bienenstock wird digital

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

BayStartUP und das Digitale Gründerzentrum Niederbayern prämieren in Deggendorf die besten Startups aus der Region Niederbayern, Altötting und Mühldorf.

DEGGENDORF/PASSAU/LANDSHUT Beim diesjährigen Businessplan Wettbewerb ideenReich von BayStartUP konnten sich drei Startups gegen ein starkes Teilnehmerfeld von insgesamt 23 Teams durchsetzen. Platz 1 geht an PlanBee-Project aus Passau. Mit Hilfe einer smarten App und sensorgestützten Bienenstöcken vereinfacht das Team Jungimkern den Einstieg in die Bienenhaltung. Das Team Karbon Batterie, ebenfalls aus Passau, erreicht mit einer neuartigen Energiespeicherlösung den zweiten Platz. Auch die drittplatzierten sind unternehmerisch im Energiebereich unterwegs: engyneers aus Landshut hat einen elektronischen Marktplatz für erneuerbare Energien entwickelt. Das Startup verfolgt die Vision, Angebot und Nachfrage von erneuerbaren Energien in Echtzeit zu einem individuellen Strompreis für einzelne Städte, Landkreise, Kommunen oder Netzgebiete zusammenzuführen. Lokaler Partner des Businessplan Wettbewerb ideenReich ist das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern (GZDN).

„Die Startups aus der Region haben wirklich gezeigt, was sie können“, sagt Fabian Brunner, Projektmanager des Businessplan Wettbewerbs ideenReich und Coach bei BayStartUP. „Die Jury hat bei ihrer Bewertung der Sieger insbesondere Wert gelegt auf die Geschäftsidee der Teams und deren Kundennutzen.“

Der Businessplan Wettbewerb ideenReich ist Teil der Bayerischen Businessplan Wettbewerbe von BayStartUP, die ab sofort in die zweite Phase starten. Startups und angehende Gründer aus der Region Niederbayern sind eingeladen, sich bis 26. März mit ihren Konzepten unter www.baystartup.de zu registrieren. Sie nehmen dann automatisch am großen Münchener Businessplan Wettbewerb teil, der sich an Gründer aus ganz Südbayern richtet. Neue Teilnehmer haben die gleichen Chancen wie bisherige Wettbewerbs-Teams.

Im Fokus der Phase 2 stehen die Themen Marktanalyse, Marketing und Vertrieb. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb unterstützt BayStartUP Gründer mit kostenfreien Businessplanning Workshops. Den Siegern in Phase 2 des Münchener Businessplan Wettbewerbs winken Preisgelder in Höhe von 9.000 Euro. Zudem erhält jeder einzelne Teilnehmer Feedback einer Unternehmer- und Kapitalgeber-Jury. Alle Informationen zur Bewerbung gibt es unter www.baystartup.de/bayerische-businessplan-wettbewerbe.

Diese drei Teams haben es auf das Siegertreppchen im Businessplan Wettbewerb ideenReich 2019 geschafft:

Platz 1 (dotiert mit 1.000 Euro): PlanBee-Project

PlanBee-Project vereinfacht Jungimkern den Einstieg in die Bienenhaltung. Durch einen sensorgestützen Bienenstock stellt das Team dem Bienenhalter per App einen persönlichen Bienen-Coach zur Verfügung, über den dieser jederzeit Einblick in seinen Bienenstock hat. Das System gibt dem Anwender Handlungsempfehlungen, um unnötige oder gar fehlerhafte Eingriffe in den Bienenstock zu vermeiden und die Gesundheit der Bienen langfristig zu fördern.

Platz 2 (dotiert mit 750 Euro): Karbon Batterie

Karbon Batterie entwickelt eine neuartige Energiespeicherlösung, die ausschließlich in Europa verfügbare Rohstoffe verwendet. Diese Technologie könnte einen Meilenstein in der Energiewende bezüglich der Speicherproblematik bedeuten: Durch den Einsatz von Karbonfasern scheint ein günstiger und langlebiger Energiespeicher realisierbar. Dieser könnte völlig neue Marktsegmente erschließen, beispielsweise die Speicherung bisher ungenutzter Energie im Bereich der Photovoltaik. Außerdem scheint er eine günstige Alternative zu den bisher verwendeten, relativ teuren Lithium Batterien darzustellen.

Platz 3 (dotiert mit 500 Euro): engyneers

Der von den engyneers entwickelte elektronische Marktplatz für erneuerbare Energien (EMP) wird Angebot und Nachfrage von erneuerbar erzeugter Energie in Echtzeit zu einem individuellen Strompreis für einzelne Städte, Landkreise, Kommunen oder Netzgebiete zusammenführen. Das EMP wird ergänzend zum Großhandel wirken und ermöglicht erstmals die transparente Strombelieferung von Kunden durch die Erzeuger der erneuerbaren Energien ohne einen Energieversorger und ohne Beanspruchung einer EEG-Vergütung.


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