19.09.2018, 11:18 Uhr

Orakel Die Antike blickt in die Zukunft

(Foto: Museum Quintana)(Foto: Museum Quintana)

Wer von uns würde nicht gerne in die Zukunft blicken? Die moderne Gesellschaft stimmt jedoch allgemein darin überein, dass dies nicht möglich ist. Das war nicht zu allen Zeiten so.

KÜNZING Der antike Umgang mit dem Blick in die Zukunft unterscheidet sich von modernen Sichtweisen deutlich. Viele Kulturen der Vergangenheit waren überzeugt, dass göttlicher Wille das Weltgeschehen bestimmt. Daher wurden, wo auch immer ein Blick in die Zukunft unternommen werden sollte, die Götter befragt. Hierzu dienten Orakel in verschiedenster Form und an den unterschiedlichsten Orten.

Die Ausstellung „Orakel. Antike blickt in die Zukunft“ in Künzing beschäftigt sich mit den Orakeln der griechisch-römischen Antike. Orakel sind Weissagungen, die an bestimmten Orten nach einem festgelegten Ritus und zu festgelegten Zeiten, an denen die Gottheit als anwesend gedacht war, erteilt wurden. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten, die unseren Vorfahren zur Verfügung standen, um die Zukunft zu erforschen.

Für „Orakel“ standen verschiedenste Vorhersagetechniken zur Verfügung. Neben der berühmten Priesterin Pythia in Delphi oder den an unterschiedlichen Orten wohnenden weisen Frauen, den Sibyllen, sind es auch die Vorhersagen aus der Beobachtung des Vogelflugs, aus der Betrachtung der Eingeweide der Opfertiere und dergleichen, die an dieser Stelle vorgestellt werden.

Tatsächlich sind nur die bedeutenden Orakelanfragen in die Geschichtsschreibung eingegangen. Es muss daher mit einer Wissenslücke gerechnet werden, die sich nur in kleinen Teilbereichen durch archäologische Funde etwa von kleinen Bleiblättchen mit Orakellosungen schließen lässt.

Jeder Besucher kann zudem mit dem bekannten „Pythagoras-Orakel“ auf antike Weise einen Blick in die eigene Zukunft wagen.

Am Sonntag, 21. Oktober, findet ein Aktionstag im Rahmen der Sonderausstellung „Orakel“ statt.


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