17.05.2018, 09:48 Uhr

Wettbewerb im Geradeausfahren Hier werden Männer fast wieder zu Kindern

Die THD-Teams mit ihren Fahrzeugen. (Foto: THD)Die THD-Teams mit ihren Fahrzeugen. (Foto: THD)

Ein Roboterfahrzeug mithilfe von GPS und elektronischem Kompass über eine möglichst weite Strecke geradeaus navigieren. Mit dieser Aufgabe wurden Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am Samstag, 12. Mai, im tschechischen Pisek im Rahmen eines Wettbewerbs für Programmierer herausgefordert.

DEGGENDORF Für Außenstehende mag die Aufgabe des „Geradeausfahrens“ zunächst einfach klingen. Für die teilnehmenden Studierenden bedeutete die Vorbereitung des Wettbewerbs aber jede Menge Arbeit, die neben dem Spieltrieb zu investieren ist. Seit Anfang April waren sie fast täglich mit Konstruktion und Bau des Autos und der Programmierung der Steuerung beschäftigt. „Die praktische Projektarbeit ist Teil des Studiums. Die Arbeit, die Studierende hier hineinstecken, zahlt sich aus. Sie lernen im Team zu arbeiten und entwickeln eigenständig neue Ideen und Herangehensweisen. Im Wettbewerb erfahren Studierende, wie sie mit Problemen eines autonomen Fahrzeuges umgehen, das sich in einer realen Umwelt mit Hindernissen wie zum Beispiel Personen, Tieren, Bäumen etc. bewegt“, sagt Prof. Dr. Gerald Kupris, der die Projektarbeit der Studierenden betreut.

Beim Geradeausfahrwettbewerb „Robotem Rovne“ in Pisek gingen Studierende des Studiengangs Angewandte Informatik mit drei Teams an den Start. Ein weiteres Team stellte der studentische Verein Fast Forest. Gerald Kupris forderte die Studierenden zusätzlich heraus und nahm selbst ebenfalls mit einen Fahrzeug am Wettbewerb teil. Als bestes Team der THD erreichten Julia Krause und Janina Wildfeuer mit ihrem Fahrzeug 167 von 314 möglichen Metern. Außerdem konstruierten Sie das optisch beste Auto mit Radio, Motorengeräuschen, Licht, Unterbodenbeleuchtung und einem selbstgebautem Cabriodach. Während des Wettbewerbs wurden alle Studierenden von den THD-Mitarbeitern Martin Fischer, Christian Böhm und Konstantin Raab unterstützt. Die „Robotem Rovne“ ist Teil mehrerer Wettbewerbe, die sich mit Navigation per GPS und Hindernisserkennung beschäftigen. Als nächster Wettbewerb findet im Juni „RoboOrienteering“ statt. Hier müssen Studierende vorgegebene GPS-Punkte in einem unbekannten Gebiet abfahren. Die „Robotour“ ist der dritte Wettbewerb, der die Disziplinen der beiden vorangegangenen Wettbewerbe kombiniert.


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