26.04.2018, 16:30 Uhr

Nur was für starke Mädchen Schweißen-Schrauben-Schleifen: Girls versuchen sich als Mechaniker

Nabila-Amina bereitet sich aufs Schweißen vor, beobachtet von Magdalena, Lisa, Julia und Meret. (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen)Nabila-Amina bereitet sich aufs Schweißen vor, beobachtet von Magdalena, Lisa, Julia und Meret. (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen)

„Nur was für starke Mädchen“- unter diesem Motto fand der diesjährige Girls Day am Bezirksklinikum Mainkofen regen Zulauf. Die angebotenen Plätze mussten nochmal aufgestockt werden weil sich sehr viele für die technischen Berufe am Bezirksklinikum Mainkofen interessierten.

DEGGENDORF Christan Fenzl MBA, stellvertretender Krankenhausdirektor, hieß die Gäste im Beisein von Dipl. Ing. Tobias Renz, Technischer Betriebsleiter, Werner Tomschik, Schreiner, und Kajetan Salmannsberger, Versorgungstechnik, willkommen.

Anders als vielleicht zu erwarten, bildet man am Klinikum neben medizinischen und verwaltungstechnischen Berufen auch in Handwerk und Technik aus. Neben Anlagenmechanikern und Schreinern gibt es hier noch Elektroniker und weitere Berufe mehr, die vorwiegend männliche Bewerber anstreben.

Tobias Renz bot einen breiten Überblick über die vielfältigen Einsatzbereiche, die aus technischer Sicht in einem Großbetrieb wie dem Bezirksklinikum Mainkofen eine Herausforderung darstellen. Hierzu gehören funktionierende Wasserleitungen, Heizungen, die Wartung von Maschinen und dem Biomasseheizkraftwerk bis hin zur Fertigung und Instandhaltung von Möbelstücken, die auch in den neu erstellten Komfortzimmern ihren Platz fanden.

Die Mädchen wussten genau, was sie erwartete. „Einen Blick hinter die Kulissen werfen“ oder „einen Handwerksberuf mal ausprobieren“ waren einige der Antworten, die Christian Fenzl erhielt, als er nach der Motivation der Girls fragte, weshalb sie sich für den Tag im Bezirksklinikum entschieden hatten.

Unter der fachmännischen Anleitung gelang es, gleich zwei Werkstücke an einem Tag zu fertigen: ein Metallherz für den Garten und einen Nistkasten. Als Paten für die Mädchen stellten sich und Werner Tomschik zur Verfügung.

Auf die Frage, ob sie einen der gezeigten Handwerksberufe anstreben, waren sie sich noch nicht ganz sicher. „Wer weiß“, folgt als Antwort auf ein Lächeln und Schulterzucken, obwohl einige der Schülerinnen beim Hantieren mit den Werkstoffen aus Holz und Metall großes handwerkliches Geschick zeigten. „Erst einmal steht der Schulabschluss bevor – dann sehen wir weiter.“ Als Dankeschön und zur Erinnerung an den Tag durften sie die Stücke mit nach Hause nehmen.


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