24.07.2018, 11:36 Uhr

CodingCup 2018 Gymnasiasten des LSH Marquartstein gewinnen bei bundesweitem Programmierwettbewerb

(Foto: Christiane Herold)(Foto: Christiane Herold)

Unter dem Motto „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ reiste die Roblox-Gang, das Programmierteam des LSH, am 24.06.18 mit dem Zug von Übersee aus nach Berlin, um als einer von sechs Finalisten an der Endrunde des CodingCup 2018 teilzunehmen

MARQUARTSTEIN/BERLIN Sämtliche Spesen wurden hierbei von der veranstaltenden Organisation und von Sponsoren wie Microsoft übernommen. Die Fahrt im ICE auf der neuen Schnellverbindung zwischen München und Berlin verging dank der Reisegeschwindigkeit von teils 300km/h sehr zügig und nach gut fünfeinhalb Stunden konnte die Gruppe, bestehend aus den drei Schülern Marko Kunic, Leon Toplak und Jonas Rubeck gemeinsam mit ihrem Lehrer Christoph Schmid im Hotel einchecken.

Abends gab es ein gemeinsames Abendessen mit den anderen Teilnehmern des Finales auf dem Veranstaltungsgelände Ufafabrik, einem weitläufigen Areal, das früher der Filmproduktion diente. Am 25.06. morgens ging es beim CodingCamp programmiertechnisch dann gleich richtig zur Sache: es sollte eine Art Fußball-Roboter gebaut werden, der mittels verschiedener Bilderkennungsalgorithmen und einer Kamera, die das Spielfeld von oben fillmte, autonom dem Ball folgen sollte. An der Aufgabe hatten die drei Buben ordentlich zu knobeln und selbst in den Pausen konnte gedanklich nicht richtig abgeschaltet werden, da es doch an einigen Stellen ordentlich fuchste und man den Grund dafür nicht immer gleich feststellen konnte.

Montagabend fand dann die große Preisverleihung im Rahmen eines Coding-Sommerfestes statt, bei der neben der Leistung vor Ort vor allem die Qualität des eingereichten Projekts bewertet wurde. Hier hatten sich Softwareentwickler der veranstaltenden Organisation Helliwood/21CenturyCompetenceCenter im Vorfeld ordentlich Mühe gegeben und die über 2000 Zeilen Code der vom LSH eingereichten Evolutionssimulation „EvoSim“ bis ins Detail studiert. Den Auftakt der Abendveranstaltung machte der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland Dr. Dirk Bornemann mit seiner Keynote über die Schlüsselkompetenz Programmieren. Danach ergriffen noch die Bundestagsabgeordnete und studierte Informatikerin Saskia Esken und der Geschäftsführer des Internet-Branchenverbandes Eco, Alexander Rabe, das Wort. Als schließlich die Kür der Sieger des CodingCup 2018 angekündigt wurde, war den Finalisten die Angespanntheit ins Gesicht geschrieben. Die Prämierung der Sieger erfolgte in zwei Kategorien.

Zunächst wurden die Sieger der Kategorie „Einsteiger“ bekannt gegeben. Hier konnte die Katholische Grundschule Niederkassel aus Düsseldorf mit einem Smarthome-Projekt den 1. Platz abräumen. Anschließend ging es zur zweiten Kategorie „Fortgeschrittene“. Hier zeichnete sich ein spannendes Duell zwischen dem Projekt „Anti-Stolper-Schuh“ der Jugend forscht AG aus Neustadt an der Weinstraße und dem LSH-Projekt „EvoSim“ ab. Als der zweite Platz vergeben war und das Team des LSH noch nicht genannt wurde, schwankte die Stimmung zwischen Ungläubigkeit und Zweifel. Kurz darauf unbändige Freude und ausgelassenes Gejohle bei der Roblox-Gang: tatsächlich der 1. Platz! EvoSim wurde damit zum bundesweit besten Programmierprojekt beim CodingCup gekürt! Stolz nahmen die drei den gläsernen Pokal von der Microsoft Managerin Astrid Aupperle auf der imposanten Bühne der UfaFabrik entgegen und waren sichtlich überwältigt von der Situation und dem Applaus des Publikums, das zum großen Teil aus Fachleuten, Politikern und anderen Teilnehmern am Wettbewerb und deren Betreuern bestand.

Den Abend ließ man mit interessanten Gesprächen und Vertretern von Jury und beteiligten Unternehmen ausklingen, ehe es ins Hotel nach Kreuzberg zurück ging.

Der Dienstag war voll der weiteren Arbeit am Fußball-Roboter gewidmet, schließlich sollte abends ein Roboter-Fußballturnier stattfinden. Nach großen Plänen, langer Tüftelei und vielfacher Optimierung der Algorithmen kam man kurz vor Turnierbeginn noch zu einer funktionsfähigen aber etwas abgespeckten Lösung und konnte den Roboter ins Turnier schicken. Das anschließende Duell der Fußballroboter zog die Aufmerksamkeit sämtlicher Beteiligter auf sich und war unterhaltsamer als die zeitgleich ausgetragenen Spiele der Fußball-WM. Am letzten Tag ließ man es etwas entspannter angehen. Nach dem Frühstück stand eine kleine Sightseeing-Tour auf dem Programm einschließlich einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes. Anschließend ging es für die LSHler wieder per Bahn zurück in den Chiemgau, wo man noch einige Tage brauchte, um die vielen Eindrücke der tollen Veranstaltung zu verarbeiten und den erzielten Erfolg richtig zu realisieren.


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