09.05.2018, 16:41 Uhr

Exkursion in die Welt der Hotellerie Kalscheuer Schüler besuchen das berühmte Sacher in Wien


Im Rahmen einer Studienfahrt hatten die Schüler der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement der Privatschulen Dr. Kalscheuer die Gelegenheit, Vorzeigebetriebe der Wiener Hotellerie und Gastronomie kennenzulernen.

WIEN. Denis Kapeljuch, Schüler der Kalscheuer Schule, berichtet von der Exkursion in Österreichs Hauptstadt: Wien wird leider oftmals fälschlicherweise als „kleines Berlin“ betitelt. Vielleicht liegt es an den zahlreichen Graffiti, die die Straßen Wiens schmücken - vielleicht an der Vielzahl von Individuen und Persönlichkeiten, die die Stadt mit sich bringt. Doch nach meinem mittlerweile dritten Ausflug nach Wien lässt sich für mich klar sagen, dass die Hauptstadt Österreichs viel mehr ist als ein „kleines Berlin“. Das künstlerische und intellektuelle Erbe wurde damals durch berühmte Bewohner wie Mozart, Beethoven & Sigmund Freud geprägt. Doch noch heute haftet dieser Charme an Wien als würde Wolfgang-Amadeus höchstpersönlich vor der Oper stehen und Mozartkugeln an die Zuschauer verkaufen.

Als wir Sonntag Mittag mit dem Zug nach Salzburg und von dort aus mit der Westbahn weiter nach Wien fuhren, war die Stimmung innerhalb der Klasse zwar gelassen aber doch euphorisch. Uns wurden schließlich Ausflüge & Hotelführungen in berühmten Hotels wie dem Sacher oder dem Park Hyatt versprochen. Angekommen in der Kulturstadt, hieß es erstmal „Check-In“ im Meininger Hotel Downtown Franz. Zu unserer Unterkunft lässt sich nicht viel sagen, außer dass wir es mit der Lage nicht viel besser hätten treffen können (das Meininger liegt im 2. Bezirk Wiens) und wir für den erschwinglichen Preis ein recht komfortables Hotel auffanden. Nachdem alle ausgepackt hatten, wollten wir uns auch direkt auf den Weg zum Naschmarkt machen, um den Hunger der kraftzehrenden Reise zu stillen.

Der Montag startete direkt mit einem kleinen Highlight: eine Führung durch das berühmte Park Hyatt Hotel. Am Hyatt angekommen wurden wir sehr herzlich in der Lobby empfangen und in zwei Gruppen aufgeteilt, um die Führung so angenehm zu gestalten wie nur möglich. Dieses luxuriöse Hotel, das sich in einem ehemaligen Bankgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert befindet, überzeugte in quasi allen Punkten: Service, Ausstattung, Sauberkeit, Angebot etc. - alles so wie man es sich in einem 5-Sterne-Hotel vorstellt. Besonders überrascht hat mich jedoch das perfekte Gleichgewicht aus moderner Ausstattung und traditionellem Design.

Im Anschluss an das Hyatt setzten wir unsere Reise fort und besuchten ein Hotel mit völlig anderem Konzept, nämlich das 25 Hours. Dieses farbig akzentuierte Hotel mit Blick auf das Museumsquartier überzeugt durch die farbenfrohen Zimmer im Zirkusstil, eine Dachterrassenbar mit Elektromusik sowie einem Burger-Truck. Unser letztes Ziel für Montag war das Restaurant Vestibül (bedeutet so viel wie Eingangshalle), welches seinen stolzen Namen deshalb trägt, weil damals Kaiser Franz und seine Gemahlin Sissi diesen Ort als Kutscheneinfahrt zum Burgtheater nutzten. Die Philosophie des Restaurants wird nach einer kurzen Rede der Besitzerin und des Küchenchefs schnell klar: Hochwertige, regionale und saisonale Produkte treffen auf eine luxuriöse Küche und perfekten Service. Die freundliche Art der Besitzerin und das Engagement des Personals konnte man förmlich spüren und so manifestierte sich meine Meinung nochmal, als wir zum Abschluss sogar noch eine kleine Nudelspeise aufgetischt bekamen.

Unser Dienstag startete mit dem Besuch des Hotel Le Meridien, welches auch zu den 5-Sterne-Hotels in Wien gehört. Mit nur zwei Gehminuten Entfernung zur Staatsoper, einer eigenen Champagnerbar und riesigen Bädern konnte dieses Hotel punkten.

Das Highlight unserer Wien-Reise erwartete uns jedoch ganz zum Schluss: eine Hotelführung im berühmten Hotel Sacher mit anschließendem Vortrag des Hoteldirektors bei einem Stück der gleichnamigen, weltberühmten Torte. Das Sacher hat ähnlich wie das Hyatt alles, was ein absolutes Luxus-Hotel braucht. Das Personal am Eingang, der Service im Restaurant, die Ausstattung der Zimmer & Suiten - alles auf sehr hohem Standard. Doch zwei Dinge am Sacher haben uns alle besonders fasziniert. Zum einen ist es die Verbundenheit des Hotels mit Wien und der Hauch früherer Tage. So kommt es einem in jeder Suite, jedem Zimmer, ach jedem Flur so vor, als hätten die Habsburger persönlich dieses Hotel aufgebaut. Zum anderen war es Hoteldirektor Reiner Heilmann, der uns alle mehrmals zum Staunen gebracht hat. Nicht nur deshalb, weil dieser vielbeschäftigte Mann sich für uns knapp zwei Stunden Zeit genommen hat und uns tolle Geschichten zur Entstehung und Entwicklung des Hotels verriet. Auch die Tatsache mit wie viel Herzblut Herr Heilmann seinen Beruf seit mehr als 30 Jahren als Hoteldirektor des Sachers auslebt, hat uns alle sehr beeindruckt.

An unserem letzten Tag hatten wir vormittags etwas Freizeit, die wir nutzten, um mit dem Schloss Schönbrunn ein weiteres Aushängeschild der Stadt Wien zu erkunden.

Insgesamt war unser Ausflug in die Hauptstadt Österreichs ein voller Erfolg und sollte den nächsten elften Klassen daher auf keinen Fall vorenthalten werden.


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