27.04.2018, 09:15 Uhr

Gebohrt, gefeilt, geschraubt Girl-Power bei Linhardt


Am 26. April war „Girls‘ Day“ in Deutschland. An diesem Tag öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse, um ihnen Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik näher zu bringen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind.

VIECHTACH Auch bei der Firma Linhardt wurde an diesem Tag fleißig gebohrt, gefeilt und geschraubt. Angst sich dabei die Finger schmutzig zu machen hatte keines der 14 Mädchen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren, die sich zum „Girls‘ Day“ eingefunden hatten. Sie packten beherzt zu und schauten den erfahrenen Linhardt-Azubis interessiert über die Schulter. Seit rund 15 Jahren gibt es den „Girls‘ Day“ nun schon, und Linhardt war von Anfang an dabei: „Ich finde es eine tolle Sache“, betont Ausbildungsleiter Gerhard Aichinger. Denn auch wenn es nur langsam voran geht, die Initiative zeigt durchaus Erfolge. „Eine unserer technischen Auszubildenden die letztes Jahr mit Auszeichnung ihre Ausbildung abgeschlossen hat, kam ursprünglich über den „Girls‘ Day“ zu uns in die Firma“, erzählt Aichinger. Auf den ersten Kontakt folgte ein Praktikum und daraufhin die Ausbildung im Linhardt Werkzeugbau.

Unter den Auszubildenden, die den Mädchen an dem Tag zur Seite stehen, ist auch Corinna Penzkofer. Die 20-jährige ist im zweiten Lehrjahr zur Zerspanungsmechanikerin bei Linhardt. Zu ihrer technischen Ausbildung ist sie erst durch Umwege gelangt: „Ich habe zuerst eine Ausbildung in der Pflege gemacht. Durch meinen Bruder, der auch Zerspanungsmechaniker gelernt hat, wurde meine Leidenschaft für Technik geweckt.“ Den „Girls‘ Day“ findet Corinna eine tolle Sache: „Es ist macht Spaß den Mädchen was zu erklären und sie für den Beruf zu begeistern. Ich hatte damals in der Schule leider nicht die Möglichkeit so was zu machen.“ Auf die Frage ob sie es gut findet mehr Mädchen für technische Berufe zu begeistern antwortet sie lachend: „Auf alle Fälle. Wir sind hier viel zu wenig Frauen, das sollten wir ändern!“


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