22.02.2018, 09:24 Uhr

Marketing in Social Media Kanälen Web-Profi Georg Seidl informierte wild&weiblich-Unternehmerinnen über Werbemöglichkeiten im Social Media

Dipl.-Ing. (FH) Seidl (2.v.r.) informierte die wild&weiblich-Unternehmerinnen mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (3.v.r.) über die Marketingmöglichkeiten der Social Media Kanäle. (Foto: Wild&Weiblich)Dipl.-Ing. (FH) Seidl (2.v.r.) informierte die wild&weiblich-Unternehmerinnen mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (3.v.r.) über die Marketingmöglichkeiten der Social Media Kanäle. (Foto: Wild&Weiblich)

Was motiviert Menschen, in Social Media Kanälen aktiv zu werden und warum ist Social Media für Unternehmen so relevant? Um diese und mehr Fragen ging es bei dem Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Georg Seidl im Rahmen eines Unternehmerinnentreffens des Vereins wild&weiblich-Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V. im Hotel Antoniushof in Schönberg.

SCHÖNBERG/FRG/REG/PA/DEG Als Marketinginstrument sei Social Media heute unumgänglich, erklärte Seidl, Inhaber der Firma „Marketing & Werbung“ in Fürstenzell. Seit 2013 bietet er für Kunden aus den verschiedensten Bereichen Komplettpakete von dem individuellen Webauftritt über Social Media bis hin zum digitalen Newsletterversand an. Dieses Wissen gab er nun den Unternehmerinnen weiter.

Es gibt über 15.000 Social Media Portale, allen voran Facebook mit weltweit zirka zwei Milliarden monatliche aktiven, davon 1,1 Millionen mobilen Nutzern und mit derzeit über 30 Millionen Usern in Deutschland, gefolgt von Instagram, Twitter, youtube und den vielen Netzwerk- und Bewertungsportalen wie z. B. Holiday check. Zahlen, die sich täglich nach oben ändern.

Seidl widmete sich in seinen Ausführungen hauptsächlich dem Social Media Kanal Facebook. Dieser sei aufgrund seiner immensen Reichweite als Marketinginstrument unumgänglich. Im Schnitt besitzt jeder Facebook-User zirka 150 Freunde. „Fast jeder zweite Bundesbürger ist Mitglied auf Facebook und wer es nicht ist, heißt nicht, dass über ihn auf Facebook nicht geredet wird“, erklärt Seidl. „Aber einfach mal loslegen ist grundsätzlich falsch“, warnte der Web-Profi die Teilnehmerinnen. Am Anfang empfiehlt sich eine Analyse: wie wird die Marke oder die Firma in der Öffentlichkeit wahrgenommen, wer sind die Mitbewerber und was machen diese in den Social Media Kanälen? Wichtig sei auch die Frage, wen will man über facebook erreichen? (Neue) Mitarbeiter, Kunden aus dem B2B-Bereich, Investoren, Kooperationspartner oder Multiplikatoren? Dabei gilt: „Zähle nicht die Menschen, die du erreichst, sondern erreiche die Menschen, die zählen...“, erklärte Seidl.

Wichtig im Social Media sei es, Emotionen zu wecken, das Unternehmen entsprechend zu positionieren und Beziehungen zu Multiplikatoren aufzubauen. Reichweite mit „Likes“ zu erzielen und Kooperationspartner zu gewinnen. Einerseits könne man sich auf Facebook austoben, andererseits habe man schnell ein Problem, wenn z. B. über die Küche eines Restaurants Kritik geübt werde. „Wichtig ist“, so Seidl, „auf Kritik zu reagieren“.

Facebook ist der Platzhirsch bei Social Media, weil sie die ersten waren und mittlerweile rund 2 Milliarden aktive Nutzer zählen. Werbung auf Facebook habe den Vorteil, dass man sehr detailliert nach verschiedenen Kriterien aussuchen kann und nach den getätigten Klicks bezahle. Wichtig sind auch die Zeiten der Werbeschaltungen. Ideal ist um 6 Uhr morgens, in den Mittagspausen oder ab 18 Uhr. „Maximal drei Posts, wobei ein Post pro Woche reicht, dafür aber lieber regelmäßig 52 mal pro Jahr und die Story sollte man zwei bis drei Wochen im Voraus planen“, empfiehlt Seidl den Unternehmerinnen.

Seidl ging auch noch kurz auf weitere bekannte Social Media Kanäle ein: Instagram legt als kleiner Bruder von Facebook den Fokus auf Bilder und Videos und wird schon immer hauptsächlich als App über Smartphones genutzt. Der große Unterschied: Die Anwender sind jünger als bei Facebook. Instagram hat viele Foto-Filter, ist unkompliziert zu bedienen, positiv und zeigt indidviduelle, schöne Fotos. Themen wie Kosmetik eignen sich ideal für diese Plattform. Die Kosmetikfirmen schnüren Pakete, schicken diese den BloggerInnen, die dann über das Produkt schreiben. „Das ist nichts anderes als gekaufter Journlismus“, sagte Seidl.

Twitter ist ein reiner Nachrichtendienst, enthält nur reine Textnachrichten und Links, fast keine Fotos und habe in Deutschland bisher nicht wirklich Fuß gefasst. Hashtag (#) bedeutet das Zusammenfassen von einzelnen Nachrichten zu einem Thema.

Der Videokanal Youtube gehört zu Google. Der Vorteil dieser Plattform ist, dass man es uneingeschränkt nutzen und die Videos zum Beispiel auch in facebook einstellen darf.

Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser bedankte sich mit einem Geschenk bei Georg Seidl für die ausführlichen und interessanten Ausführungen, die man gemeinsam bei dem anschließenden Netzwerkabend vertiefte.

Der Verein wild & weiblich-Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberöstereich e.V. wurde am 20. Mai 2005 von 20 Unternehmerinnen  in Grafenau gegründet. Der Verein zählt aktuell 48 Mitglieder, die aus den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Passau und Deggendorf kommen. Ziel des Vereins ist unter anderem die Stärkung der Einzel- bis mittelständischen Unternehmerinnen in der Region und die aktive Förderung eines regionalen und grenzüberschreitenden Unternehmerinnen-Netzwerks. Vereinsmitglied kann jede selbstständige Frau werden. Mehr über den Verein und das Programm unter www.wildundweiblich.com.


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