11.08.2019, 09:00 Uhr

Mit dem Heimatbund Garching Kinder erkunden altes Handwerk

Am Schleifstein konnten die Kinder ihre selbst gefertigten Wikingermesser schärfen. (Foto: Meisl)Am Schleifstein konnten die Kinder ihre selbst gefertigten Wikingermesser schärfen. (Foto: Meisl)

Im Rahmen des Ferienprogramms an Schleifstein und Schmiedehammer

GARCHING. Zu einer heimatkundlichen Radwanderung hat der Garchinger Heimatbund Kinder im Rahmen des Ferienprogramms eingeladen. Ziel war die alte Schmiede von Peter Murner in Wölkham, Gemeinde Engelsberg und die dortige, inzwischen aufgelassene Wagnerwerkstätte von Josef Sax.

Der Weg dorthin führte über den Weiler Hanshub, wo der Eigentümer Josef Wastlhuber seinen Bundwerkstadel und die, für dessen vorbildliche Restaurierung verliehene, Denkmalmedaille herzeigen konnte. Weiter ging es über Mauerberg durch das idyllische Mörntal. Unterwegs konnten Mitglieder des Heimatbundes auf verschiedene Kleindenkmäler und historische Besonderheiten hinweisen und diese erklären.

„Zwei Eisen im Feuer“ hatte bei der Ankunft in der alten Schmiede in Wölkham bereits Peter Murner, Kunstschmied und selbst Heimatbundmitglied. Die Kinder lernten auch die Bedeutung des Sprichworte „das Eisen schmieden so lange es heiß ist“ kennen, denn sie durften unter Anleitung selbst ein Wikkingermesser schmieden und als Souvenier mit nach Hause nehmen. Früher gehörten der Schmied und der Wagner immer zusammen und so war es auch in Wölkham. Josef Sex, der jetzige Eigentümer der alten Wagnerwerkstätte, hat diese extra für den Besuch hergerichtet und zeigte mit alten Gerätschaften, wie beispielsweise handwerklich gefertigte Wagenräder hergestellt wurden.

Abschließend saß man unter der rund 300 Jahre alten Linde noch zusammen und genoss die knusprigen fränkischen Bratwürste vom Grill.


0 Kommentare