26.11.2018, 11:02 Uhr

Toi, toi, toi! Für über 240 Azubis beginnen die Abschlussprüfungen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Nicht-Muttersprachler dürfen Wörterbücher als Hilfsmittel verwenden

LANDKREIS ALTÖTTING. Im Landkreis Altötting beginnen am Dienstag (27. November) für 245 Azubis die Abschlussprüfungen, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, wünscht dem Fachkräftenachwuchs im Namen der rund 240 Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen viel Erfolg. „Eine erfolgreiche Ausbildung ist das Sprungbrett für eine hervorragende Karriere. Die Bedingungen dafür sind sehr gut, in Bayern herrscht fast flächendeckend Vollbeschäftigung. Die Unternehmen brauchen euch“, ist die Unternehmerin aus Schwindegg überzeugt.

Weil immer mehr Nicht-Muttersprachler, darunter auch Flüchtlinge, eine Ausbildung ab-solvieren, lassen die bayerischen IHKs als Vorreiter in Deutschland bereits seit Juni 2015 auf Antrag Wörterbücher als Hilfsmittel bei den Prüfungen zu. „Auch bei der anstehenden Reform des Berufsbildungsgesetzes setzen wir uns für angemessene Formen des Nach-teilsausgleichs ein, um unverhältnismäßige und demotivierende Hürden abzubauen und die Integrationskraft der Berufsbildung zu stärken“, sagt die IHK-Vizepräsidentin. So sei zu prüfen, in welchen Fällen nicht-muttersprachliche Prüfungskandidaten eine Zeitzugabe bekommen können. Der Azubi-Anteil ohne deutschen Pass liegt in Oberbayern bei 16 Prozent.

Heuer stehen zuerst am 27. und 28. November die schriftlichen Abschlussprüfungen für 114 Prüflinge in 54 kaufmännischen und verwandten Berufen auf dem Programm. Dazu gehören beispielsweise Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement und Verkäufer. Ab dem 4. Dezember folgen die Prüfungen in 71 technischen Berufen für 131 Absolventen, darunter angehende Chemiekanten, Industriemechaniker und Elektroniker.

Die Prüfungen finden in den Beruflichen Schulen in Altötting statt. Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen werden bundesweit gleichzeitig organisiert. Um den IHK-Berufsabschluss zu erreichen, müssen die Azubis im Januar und Februar noch mündliche oder praktische Prüfungen meistern. Über 8.000 ehrenamtliche Prüfer aus Unternehmen sowie Lehrkräfte aus den Berufsschulen unterstützen die IHK bei den Prüfungen. Die IHK steht in Oberbayern für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.


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