31.08.2018, 11:50 Uhr

Auf ins Berufsleben Über 400 Jugendliche beginnen Ausbildung in IHK-Berufen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Obermeier-Osl: „Unternehmen starten mit Rückenwind in das Ausbildungsjahr“

ALTÖTTING. Mit Beginn im September treten 523 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Altötting eine Ausbildung in Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Das teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Plus von fast elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das ist eine sehr gute Nachricht, unsere Unternehmen können mit starkem Rückenwind in das neue Ausbildungsjahr starten. Den Jugendlichen und ihren Ausbildern wünschen wir viel Erfolg auf dem bevorstehenden Weg“, sagt Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschusses Altötting-Mühldorf.

Viele Betriebe haben aber auch heuer große Mühe, bis zum 1. September alle Lehrstellen zu besetzen. Für 220 freie Plätze gibt es aktuell nur 102 unversorgte Bewerber, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Ausbildungsstelle und Bewerber im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Die Zahl der gemeldeten Lehrstellen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (-1,4 Prozent), die Anzahl der Bewerber hat hingegen um 5,4 Prozent zugelegt.

Obermeier-Osl ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter eine Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch in die Ausbildung ein-steigen“, so die Unternehmerin aus Schwindegg. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis Altötting sind Chemikanten, Industriemechaniker, Einzelhandelskaufleute, Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement. Die IHK-Vizepräsidentin verweist auch auf den neuen Beruf der E-Commerce-Kaufleute, es ist der erste vollständig digital ausgerichtete IHK-Ausbildungsberuf. Im Landkreis gibt es dazu bisher einen Azubi.

Zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen gehören auch 12 Personen aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern.

Obermeier-Osl setzt sich für eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ein. „Schüler und deren Eltern können zu Recht stolz sein, wenn sie sich für eine Lehre entscheiden. Denn eines steht fest: Besser als mit einer Ausbildung kann man nicht in das Berufsleben starten“, erklärt die Unternehmerin. In einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) sagen 75 Prozent derjenigen Betriebe, die Probleme in der Ausbildung haben, dass die unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger ein Hindernis seien. Die Unternehmen bieten deswegen mehr Praktikumsplätze an und verbessern ihr Personalmarketing.

Insgesamt gibt es im Landkreis aktuell 235 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie bilden Jugendliche in mehr als 240 Berufen aus und stehen für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.


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